Durchgehend vierfarbig mit vielen Rezeptfotos und historischen Fotos aus der Zeit Jean Pauls. Jean Paul war nicht nur ein großer, sehr erfolgreicher Schriftsteller, sondern auch ein großer Esser und Genießer. Die Genialität und die Lebhaftigkeit seines Schreibens beeindruckt Leserinnen und Leser bis heute. Und in Jean Pauls Werken und Briefen wimmelt es nur so von Gerichten, die er besonders liebte, die er bei Einladungen oder Gesellschaften genossen und ebenso genüsslich beschrieben hat - aber auch von Rezepten, die er in damaligen Kochbüchern entdeckte und in seinen Romanen erwähnte. Beate Roth hat sich mit Vergnügen durch Jean Pauls Texte "gewühlt", schöne Zitate gefunden und darin beschriebene Gerichte nachgekocht und fotografiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2024
Der hier rezensierende Gastronomiekritiker Jürgen Dollase ist froh, dass Beate Roth sowohl eine Ausbildung als Köchin hinter sich hat als auch eine einigermaßen gründliche Jean-Paul-Lektüre. So wird aus Roths Buch zum Glück kein typisches "Künstler-Kochbuch", sondern eins, das mit Rezepten aus Jean Pauls Büchern und Zitaten aufwartet, die die Autorin laut Dollase mit Sensibilität und Genauigkeit aufzutischen weiß. Die Kombination verfängt, Dollase schmeckt's. Etwa die "Schwarz-Suppe" mit Blutwurst oder "gebackene Hollerstrauben".
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