Assia Djebar

Assia Djebar (eigentlicher Name: Fatima-Zohra Imalayene) wurde 1936 in Cherchell, einer kleinen Küstenstadt bei Algier, geboren. Sie besuchte die Koranschule und die französische Grundschule, an der ihr Vater Französisch unterrichtete. Als erste Algerierin wurde sie an der Ecole Normale Superieure in Paris zugelassen. 1956, in den ersten Jahren des algerischen Unabhängigkeitskampfes, nahm sie am Streik der algerischen Studenten teil. 1958 heiratete sie Ahmed Ould-Rouïs, ein Mitglied der Widerstandsbewegung. Diese Ehe wurde 1975 geschieden, 1980 heiratete sie den Dichter Malek Alloula.
1957 veröffentlichte sie ihren Debütroman "La Soif". Aus Angst, dass dieser Roman ihrem Vater missfallen könnte, nahm sie ein Pseudonym an, das sie seither beibehalten hat. Während des Befreiungskrieges arbeitete Djebar für die Zeitung der antikolonialistischen FLN, El-Moujahid, indem sie Interviews mit algerischen Flüchtlingen in Marokko führte. Sie setzte diese Arbeit als Assistentin an der Universität von Rabat fort. Zu Beginn der siebziger Jahre begann Djebar, klassisches Arabisch zu studieren, um ihre Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. Djebar unterrichtete über lange Jahre Geschichte an der Universität von Algier. 1997 wurde sie Professorin am Zentrum für französische und frankophone Studien der Louisiana State University, seit 2001 ist sie Professorin an der New York University. Ihre Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2000 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

Assia Djebar: Nirgendwo im Haus meines Vaters. Roman

Cover: Assia Djebar. Nirgendwo im Haus meines Vaters - Roman. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2009.
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009
Aus dem Französischen von Marlene Frucht. Fatima liebt ihren Vater abgöttisch. Er befolgt streng die arabischen Bräuche und hat Sorge, dass die Röcke seiner Tochter zu kurz geraten. Die Mutter ist eine…

Assia Djebar: Das verlorene Wort. Roman

Cover: Assia Djebar. Das verlorene Wort - Roman. Unionsverlag, Zürich, 2004.
Unionsverlag, Zürich 2004
Aus dem Französischen von Beate Thill. Nach zwanzig Jahren in Frankreich kehrt Berkane nach Algerien zurück. In einem Haus am Meer, später reisend, fotografierend, will er wieder Fuß fassen. Die Straßen…

Assia Djebar: Frau ohne Begräbnis. Roman

Cover: Assia Djebar. Frau ohne Begräbnis - Roman. Unionsverlag, Zürich, 2003.
Unionsverlag, Zürich 2003
Aus dem Französischen von Beate Thill. Die "Frau ohne Begräbnis", das ist Zoulikha, die einst Wand an Wand mit Assia Djebars Familie in Cherchell wohnte. In aller Stille knüpfte sie unter den Frauen der…

Assia Djebar: Durst. Roman

Cover: Assia Djebar. Durst - Roman. Unionsverlag, Zürich, 2001.
Unionsverlag, Zürich 2001
Aus dem Französischen von Rudolf Kimmig. "Es war ein heißer, ja erstickender Sommer. Ich liebte meine Einsamkeit - und meinen Körper, der in das ruhige Meer eintauchte. Mit feuchten Haaren und Salz auf…

Assia Djebar: Oran - Algerische Nacht. Roman

Cover: Assia Djebar. Oran - Algerische Nacht - Roman. Unionsverlag, Zürich, 2001.
Unionsverlag, Zürich 2001
Aus dem Französischen von Beate Thill. Frauen werden zu Opfern wegen ihres Wissens, ihres Berufs, ihrer Solidarität - ständige kleine Stiche der Angst. Der Roman geht von einer Station zur anderen, von…

Assia Djebar: Die Ungeduldigen. Roman

Cover: Assia Djebar. Die Ungeduldigen - Roman. Unionsverlag, Zürich, 2000.
Unionsverlag, Zürich 2000
Aus dem Französischen von Wilhelm Maria Lüsberg. Assia Djebar erzählt in diesem frühen Roman von der arabischen Studentin, Dalila, die stürmisch gegen Tradition und Familie aufbegehrt, sich als Frau alleine…