"Den gesellschaftspolitischen Impetus der Bauhaus-Vordenkerinnen und Vordenker" sehen die Verfasser des "
Bauhaus-Manifestes" (
unsere Resümees), unter anderem der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und der Deutsche Städtetag, durch die
AfD in Sachsen-Anhalt bedroht, resümiert Dankwart Guratzsch in der
Welt. Guratzsch erinnert daran, dass vor allem das Bauhaus in Dessau unter ihrem Leiter
Hannes Meyer nicht zum demokratischen Vorbild dient, war dieser doch offen für kommunistische Einflüsse aus Moskau. "Jetzt rächt sich die Geschichtsklitterung, mit der jahrzehntelang die Geschichte des Bauhauses 'aufgearbeitet' worden ist. Denn die 'Rechten, an der Spitze die Nazis', hatten
den Kommunismus des Bauhauses eben nicht erfunden. Er war der Anstalt seit ihrer Gründung in Parallelität und engem Austausch mit den russischen Wchutemas, kommunistisch-revolutionären Kunstavantgarden, imprägniert. Weil man dies sieben Nachkriegsjahrzehnte lang geflissentlich ausgeblendet hat, sind die Kultureliten von heute gegen die politische Schlagseite des historischen Bauhauses blind. Und so kommt es zu der
an Naivität nicht zu überbietenden Aufforderung, sich am 'gesellschaftspolitischen Impetus' dieses Instituts ein Beispiel zu nehmen."
Die Pläne der AfD, im Falle eines Wahlerfolgs in Sachsen-Anhalt das Bauhaus abschaffen zu wollen,
schlägt nun auch im britischen
Guardian Wellen. Deborah Cole besucht Dessau und spricht unter anderem mit
Barbara Steiner, Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, über die Pläne der AfD für Sachsen-Anhalt.
Ausländische Kultureinrichtungen wie das
Russische Haus in Berlin (
unser Resümee) wurden schon im Kalten Krieg vom KGB genutzt, um die sowjetische Opposition auszuspionieren und KGB-Agenten in die ausländische Gesellschaft einzuschleusen, schreiben Florian Flade, Roman Lehberger und Jörg Schmitt in der
SZ. Das geht aus einem
alten KGB-Handbuch hervor, deren Lehren die Autoren heute noch für aktuell halten. "Die Kulturarbeit im Ausland könne genutzt werden, um gegen diese 'aktive Maßnahmen zur Zersetzung (…)
durch Veröffentlichung in der Presse, im Rundfunk, auf Pressekonferenzen und auf andere Weise (…) durchzuführen'. Selbst zur Spionageabwehr können die angebliche Kulturarbeit genutzt werden, so das Handbuch. Sie sei auch für die Suche nach '
Verrätern' und 'feindlichen Agenten' unter den eigenen Landsleuten nützlich, heißt es in dem KGB-Dokument weiter."
Weiteres: Im
Tagesspiegel schreibt Robert Kiesel, dass es in der
Berliner Fördergeld-Affäre (
unsere Resümees), in der Gelder in Höhe von 2,6 Millionen Euro ohne wirkliche Prüfung an Projekte gegen Antisemitismus vergeben worden sein sollen, immer noch keine schlussendliche Überprüfung des Falles gab. Dafür stellt der parlamentarische Untersuchungsausschuss des Berliner Senats zum Thema heute seine Ergebnisse vor.