Der Schauspieler MichaelMadsen ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Tarantino, damals selbst noch ein No-Name, machte ihn mit seinem epochemachenden Debütfilm "Reservoir Dogs" zum Namen, als er den sadistischen Mr. Blonde spielte. "Er war ein Star, und trotzdem ein Mann der zweiten Reihe, damit hatte er sich irgendwann abgefunden und machte sich selbst darüber lustig", schreibt David Steinitz in der SZ. "Madsen spielte in diversen Filmen mit, auch großen kommerziellen Hits wie der Wal-Schnulze 'Free Willy' (und hoffte inständig, dass dies nicht der Film wäre, für den er in Erinnerung bleiben würde). Aber am besten lief es eben doch immer, wenn Tarantino sich meldete. Dieses Warten auf einen Anruf des Meisters hat Madsen wieder und wieder als quälend beschrieben. Auch, dass er zwischen seinen Tarantino-Jobs nicht nur ein bisschen, sondern sehr viel Müll gedreht hat, hat er unumwunden zugegeben. 'Piranhaconda' zum Beispiel. Oder 'Scary Movie 4'. 'Aber wenn du eine Hypothek abbezahlen musst, dann musst du eben auch Geld verdienen', sagte er dann gern."
Mit diesem makabren Tanz in "Reservoir Dogs" ging Madsen in die Filmgeschichte ein:
Außerdem: Im Tages-Anzeigerbringen Oliver Schneider und Claudia Schmid Hintergründe dazu, dass sich die NZZ vom Zurich Film Fest trennt. Wie das Festival künftig auf eigenen Beinen stehen soll, erklärt Direktor Christian Jungen im NZZ-Gespräch. Andreas Kilb schreibt in der FAZ zum Tod von AnitaKupsch. Und das Artechock-Team liefert fleißig Kurzkritiken vom FilmfestMünchen.
Besprochen werden RebeccaLenkiewiczs "Hot Milk" mit VickyKrieps nach dem Roman von DeborahLevy (Welt, Tsp), MartinaPluras gleichnamiges Remake der 2001er-Teeniekomödie "Mädchen, Mädchen" (Standard, FD), DurgaChew-Boses beim Filmfest München gezeigtes Remake von OttoPremingers "Bonjour Tristesse" (Artechock), PedroPinhos beim Filmfest München gezeigter Film "I Only Rest in the Storm" (Artechock), GarethEdwards' "Jurassic World: Rebirth" (Artechock, Welt, unsere Kritik) und TorstenKörnersARD-Dokumentarfilm "Mädchen können kein Fußball spielen" (FAZ),
Schlecht gelaunt aufs Theaterbrett genagelt: "Frisch" Mit "Frisch" von DamianJohnHarper kommt der seltene Fall eines deutschen Thrillers in die Kinos - Mark McNays gleichnamige literarische Vorlage wurde dafür von einer englischen Kleinstadt in den Ruhrpott verlegt. Ordentlich Schmackes hat die rund um ein Schlachthaus angesiedelte Geschichte um zwei ungleiche Brüder jedenfalls, freut sich Perlentaucher Benjamin Moldenhauer. Der Regisseur setzt "auf schnelle Schnitte und ab der Hälfte auf ein stark gesteigertes Tempo. Und auf die Macht der Straße. Wo alle Proll-Slang sprechen, wird es echt. Nur meldet sich leider außerdem ein großes Mankos des Genrekinos, insbesondere im deutschen Gangster- bzw. Kleingangsterfilm, zu Wort. Die Figuren reden wieder einmal, als seien sie auf Theaterbretter genagelt worden. Auch wenn einer einen totschlagen will und ihn entsprechend zusammenschreit, lässt man sich ausreden, hin und wieder ist gar noch Zeit für bedeutsame Pausen zwischen den Sätzen. Trotzdem aber schön, wie schlecht gelaunt und fatalistisch drauflos gesplattert und geprügelt wird."
Genrekino aus Deutschland solle auch entsprechend verortet sein, findet Daniel Kothenschulte in der FR. Aber in diesem Fall legte "offenbar niemand besonderen Wert darauf, dass man das Land auch sähe. So addiert sich das Obskure und Beliebige schließlich zu dem Gegenteil künstlerischer Aneignung, zu einem großen Achselzucken." Der Film "hätte mehr Stilisierung vertragen oder eine genauere Milieuzeichnung, oder auch psychologisch ausgearbeitetere Figuren", findet Michael Kienzl auf critic.de. "Harper versucht teilweise zu viel auf einmal statt seine Stärken gezielter auszuspielen."
Außerdem: Im Tagesspiegelempfiehlt Christian Schröder die von Perlentaucher-Filmkritiker Lukas Foerster kuratierte Willi-Forst-Retrospektive im Berliner Zeughauskino. "Man darf ihm die Unterkomplexität seiner Musik nicht übelnehmen", schreibt Patrick Holzapfel in der NZZ zur Dröhn-Filmmusik von HansZimmer, der im neuen Formel1-Film "F1" mal wieder ganz besonders dröhnt, denn "er bedient mit ihr letztlich nur die Unterkomplexität der Blockbuster, für die er oder einer seiner Mitarbeiter komponiert". Martin Wittmann erzählt in der SZ die Geschichte des Delorean-Autos, das im vor 40 Jahren uraufgeführten 80s-Filmklassiker "Zurück in die Zukunft" zur Zeitmaschine wurde. Philipp Bovermann berichtet in der SZ von der Premiere von HelgeSchneiders neuem Film "The Klimperclown" auf dem Filmfest München. Jörg Gerle erinnert im Filmdienst an den vor kurzem verstorbenen Filmkomponisten LaloSchifrin.
Besprochen werden GarethEdwards' "Jurassic World: Rebirth" ("ein funktionstüchtiger Blockbuster", schreibtPerlentaucher Kamil Moll, FR, NZZ), die DVD-Ausgabe von JamesMadigans Actionsause "Fight or Flight" ("Sicher nicht A, eher B", aber "eine große Popcorntüte voll Fun", verspricht Ekkehard Knörer in der taz) und RebeccaLenkiewiczs "Hot Milk" mit VickyKrieps nach dem Roman von DeborahLevy (FAZ, SZ). Tagesspiegel und Filmdienst blicken außerdem auf die Kinostarts der Woche.
Mit gewohnt markigen Sprüchen verspricht MarkusSöder der insbesondere bayerischenFilmbranche mal wieder das Blauweiße vom Himmel (2018 kündigte er noch vollmundig an, das Filmfest München zur Berlinale-Konkurrenz auszubauen, worauf man an der Isar noch heute wartet). Die Filmbranche wiederum hängt gerade akut in den Seilen und hört deshalb genau hin, berichtet Jörg Seewald in der SZ im Rahmen des seit einigen Tagen laufenden FilmfestsMünchen. "Bei vielen Filmfest-Gästen bleibt die Sorge, ob die Versprechungen schnell genug umgesetzt werden. Wenn die Steuererleichterungen erst 2026 griffen, finde vorher noch ein großesProduzentensterben statt, lautet die Befürchtung. ... Tatsächlich hatte sich der mögliche Befreiungsschlag schon zuvor auf der Creators Conference angedeutet. In seltener Offenheit sprachen hier Vertreter der öffentlich-rechtlichen Sender über den aus ihrer Sicht ungleichen Wettkampf der Systeme. ... Festivaldirektor Christoph Gröner bilanzierte, den 'Thinktank' desFilmschaffens mit der Creators Conference an die Isar gelockt zu haben. 'Alle sind inspiriert rausgegangen und erwarten, dass in der zweiten Jahreshälfte 2025 etwas passiert.'"
Weiteres: Für Zeit Onlineporträtiert Ronja Wirts den Schauspieler JacobElordi. Besprochen werden DamianJohnHarpers Ruhrpott-Thriller "Frisch" (taz), GarethEdwards' Dinosaurier-Reißer "Jurassic World: Rebirth" (Standard, FAZ) und die Sky-Serie "The Narrow Road to the Deep North" (FAZ).
Auch Bert Rebhandl ist in der FAS überzeugt: "Alles hängt an dem Rätsel, ob Rose sich ihr Leiden vielleicht nur einbildet, weil es ihr hilft, ihre Tochter an sich zu fesseln. 'Hot Milk' funktioniert auf dieser Ebene ganz klassisch wie ein analytisches Drama. Allmählich werden Stationen der Geschichte der beiden Frauen deutlicher, allmählich kann man traumatische Erfahrungen ausnehmen, die vielleicht zu dem unhaltbaren Zustand geführt haben, der in Almería in eine Krisis übergehen wird."
Besprochen werden die Reality-Doku "In höchster Not" über Bergrettung (FAS) und Gareth Edwards "Jurassic World: The Rebirth" (taz).
"Go Clara Go." Bild: Lindenau Museum Altenburg/Archiv Ralf-Rainer Wasse.
Sylvie Kürstens Dokufilm "Go Clara Go" über die DDR-Künstlergruppe Clara MoschzeigtFR-Kritikerin Ingeborg Ruthe, was in Sachen Kunst im Arbeiter- und Bauernstaat trotz allem möglich war: Zum Beispiel "die wilden, experimentellen Kunstaktionen in freier Natur, am Ostseestrand, allesamt nackt auf einem knorpeligen, blattlosen Baum. Als Kritik am heuchlerischen Umweltschutz im vormundschaftlichen Staat, am Waldsterben durch die überalterten Industrieanlagen, das Chemie-Gift in vielen Seen und Flüssen. Der eigene Körper war kostenloses, rebellisches Kunst-Material. Für ihre provokante 'Baumbesteigung' konkurrierten die Protagonisten damals nicht mit den ikonisierten (Land-Art-)Performances der Westkunst, sondern philosophisch und politisch kühn, mit Brecht-Versen aus 'An die Nachgeborenen.'" Hier der Trailer.
1971 hat es in Mexiko ein Frauenfußball-Turnier gegeben, das eigentlich eine Weltmeisterschaft war, wenn auch nicht von der FIFA anerkannt. Rachel Ramsay und James Erskines widmen dem frühen Frauenfußball nun den Dokufilm "Copa 71", den Bert Rebhandl in der FAZ trotz einiger Kritikpunkte gerne sieht: "Wie in vielen Fällen im neueren dokumentarischen Kino lässt auch 'Copa 71' von einer alternativen Version träumen, die weniger auf Spin hin getrimmt ist. Man muss nur die Fotografien der sechs Spielerinnenkader der teilnehmenden Mannschaften ein wenig mustern und hat schon eine riesige Liste an Themen und Fragen: Die politische Lage in Mexiko um 1970, der Faktor Indigenität, der Faktor Mode, der Faktor Kommerz (wurde die Mundial in Europa im Fernsehen gezeigt?), allgemeiner eine Geschichte der Emanzipation in einer Welt, die 'Entwicklungsländer' wahrzunehmen begann."
Weitere Artikel: Der kanadische Regisseur Denis Villeneuve soll für die nächste James Bond-Verfilmung das Steuer übernehmen, melden SZ und FR. Marge Simpson stirbt - aber erst in 35 Jahren, beruhigtSpiegel Online: Nach Gerüchten, die blauhaarige Familienmutter aus Springfield würde in der kommenden Staffel zu Tode kommen, stellt sich nun heraus, dass es sich um eine Vorausdeutung in die Zukunft gehandelt hat. Andreas Kilb gratuliert Isabelle Adjani in der FAZ zum Siebzigsten.
Besprochen werden Joseph Kosinskis Formel 1-Drama "F1" (Welt, FAZ, NZZ), Noémie Merlants "Les femmes au balcon" (NZZ), die finale Staffel der koreanischen Horror-Serie "Squid Game" auf Netflix (FAZ) und die vierte Staffel von "The Bear", die soeben auf Disney Plus angelaufen ist (BlZ).
Gut geölte Maschine: Szene aus Joseph Kosinskis "F1". Um "Momente höchster Konzentration und Leistungsfähigkeit" geht es in Joseph Kosinskis Motorsportfilm "F1", stellt Nicolai Bühnemann beim Perlentaucher fest. Der von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton mitproduzierte Film dreht sich um den ehemaligen Rennfahrer Sonny Hayes, der nach einem schweren Unfall in die Kriminalität abrutscht und überzeugt den Kritiker mit einem Spiel aus Einfachheit und Komplexität: "Bei aller Gegenwärtigkeit, die Filme, in denen Technologie eine zentrale Rolle spielt, fast immer an sich haben, nimmt sich eine große Jerry-Bruckheimer-Produktion wie 'F1' im von aufgeplusterten Franchise-Filmen dominierten Hollywood der Gegenwart wie ein faszinierender Fremdkörper aus: Eine gut geölte Maschine, in der sich Einfachheit und Komplexität ständig gegenseitig durchdringen. Der Plot ist gewunden wie eine Rennstrecke: Männer mit Riesenegos müssen ihre Pläne und Bedürfnisse aufeinander abstimmen, ein Rennfahrer und eine Chefmechanikerin verlieben sich und ein aalglatter Manager intrigiert im Hintergrund, was das Zeug hält. Komplex ist auch der Schnitt in den Rennszenen, die einen Großteil der Laufzeit ausmachen."
Auch Zeit-Kritikerin Berit Dießelkämper kann dem Film, trotz etwas Kitsch und latentem Konservatismus einiges abgewinnen - vor allem den Rennszenen: "Zunächst wird aber sehr viel Auto gefahren - auf Strecken, die aussehen, als hätte sie ein auf Rechtshändigkeit umgeschultes Kind gemalt: ein ermüdeter Papagei in Monza; eine schwer verletzte Fledermaus in Abu Dhabi. Dort werden dann jene wunderbaren Szenen produziert, die die Faszination dieses Sports und folglich auch des Films ausmachen, der für die Dreharbeiten exklusiven Zugang zu den Originalkulissen hatte. Da ist der Blick ins Cockpit mit der Nahaufnahme eines willensstarken Mannes in konzentrierter Einsamkeit; der Blick aus dem Cockpit auf die vorbeifliegende Strecke; oder auf die anderen umhertanzenden Wagen (...)" Das gefällt auch Daniel Kothenschulte in der FR, allerdings gibt es da ein anderes Problem: "Vielleicht entstanden so die realistischsten F1-Rennszenen der Filmgeschichte, doch den eigentlichen Superlativ gewinnt der Film für sein flächendeckendes Product Placement (...) Anfangs mag man das noch dem Realismus zurechnen, bald aber nervt diese optische Werbetrommelei kolossal."
Das italienische Kino steckt in der Krise, berichtet Ulrike Sauer in der NZZ - Kinos sterben, die Produktion ist am Boden: "Schuld an ihrer Notlage gibt die moribunde Branche der Regierung. Sie habe den Kinoproduzenten vor einem Jahr den Geldhahn vollends abgedreht und die überfällige Reform der staatlichen Filmförderung seither verschleppt. Es geht um Steuervergünstigungen, die seit 2016 das Wachstum der italienischen Filmwirtschaft beflügelt und viele ausländische Produktionen angezogen haben. Die Neugestaltung des Gesetzes blieb das Kulturministerium schuldig."
Weitere Artikel: Silvia Hallenleben weist in der taz auf die Filmreihe "Pioneers of Black British Cinema" hin, die im Berliner Arsenal-Kino im Wedding stattfindet. Besprochen werden Kevin Macdonalds und Sam Rice-Edwards Dokumentarfilm "One to One: John Lennon und Yoko Ono" (FR), Ryan Fleck und Anna Bodens Horrokomödie "Freaky Tales" (taz, SZ) und die israelische Netflix-Serie "Bad Boy" (Perlentaucher).
Pauline Graf spricht für Zeit Online mit den jungen Filmschaffenden ChiaraFleischhacker, Clara Puhlmann und FabianStumm über die Rahmenbedingungen, unter denen in Deutschland Filme gedreht werden müssen. Stumms Modell - künstlerische Freiheit durch Selbstausbeutung statt Förderung - ist auf die Dauer nicht tragfähig, da sind sich alle drei einig. Fleischhacker glaubt, "dass die Menschen mit den spannendsten Geschichten langsam aus der Branche aussteigen oder nie in Erwägung gezogen haben, Filme zu drehen. ... Spätestens nach Hörsturz, Burn-outundPsychose stellen sich viele die Frage: Wozu? Als alleinerziehende Mutter einen Kinofilm zu drehen, war mir nur durch ein großartiges Netzwerk toller Frauen in meinem Leben möglich. Sie übernehmen Carearbeit für mich, auch heute, während wir dieses Interview führen. Aber ich habe dennoch Grenzerfahrungen gemacht, die ich nie wieder erleben möchte."
Weiteres: In der tazempfiehlt Fabian Tietke dem Berliner Publikum die vom derzeit kinolosen Kino Arsenal im City Kino Wedding gezeigte Reihe "Pioneers of Black Cinema". Arno Widmann erinnert in der FR an CharlieChaplins "Goldrausch", der vor 100 Jahren uraufgeführt wurde. Andreas Scheiner findet in der NZZ Schauspieler, die sich aktivistisch betätigen, nur noch peinlich, schließlich haben viele von ihnen "vergleichsweise kurze Bildungswege beschritten".
Besprochen werden KevinMacdonalds Dokumentarfilm "One to One" über JohnLennon und YokoOno (taz), RyanFlecks und AnnaBodens 80s-Nostalgie-Sause "Freaky Tales" mit PedroPascal ("ein unverhohlen unterhaltsam auf den Effekt zielendes, konsequent-inkonsequentes, komplex-unterkomplexes, freakiges, freidrehendes, so blutig wie zitierfreudiges Mashup", freut sich Jens Balkenborg in der FAZ) und JosephKosinskis Formel-1-Actionfilm "F1" mit BradPitt (Welt, Standard).
Das minimale Spiel der Gesichter: "Zikaden" mit Nina Hoss und Saskia Rosendahl Welt-Kritiker Elmar Krekeler schmilzt in diesem Sommer nicht nur wegen der hohen Temperaturen, sondern auch wegen InaWeisses "Zikaden" dahin - ein Film, über den er keine Lobesarien singen, sondern über den er lieber "flüstern" möchte, so sanft ist er geraten. Es geht um prekäre Frauen-Existenzen in Ost und West, gespielt von NinaHoss und SaskiaRosendahl. Der Film handelt "von Brandenburg, von Landflucht und Fremdheit, vom Pflegenotstand und prekärer Mutterschaft, vom Schatten der Väter und den unerfüllten Wünschen der Töchter, von der unstillbaren Sehnsucht nach Liebe und einem Ort zum Leben. Das vielleicht größte Wunder (ein zu lautes Wort, ich weiß, es passt aber) von 'Zikaden' ist, wie Ina Weisse all den Themen, mit denen sie operiert, die Schwerkraft genommen hat. 'Zikaden' ist ein schwebender Film. Ein stiller Film. Erzählt in Skizzen, in Bildern und Räumen, in Gesten und Blicken, im minimalen Spiel der Gesichter."
Außerdem: In einem Filmdienst-Essay widmet sich Felix Knorr den Körperbildern in den Bodyhorrorfilmen von JuliaDucournau, die 2022 mit "Titane" den Wettbewerb von Cannes gewonnen hat.
Besprochen werden JesseArmstrongsHBO-Satire "Mountainhead" über vierTech-Tycoons, die unschwer als gewisse Zeitgenossen zu erkennen sind (FAZ), MoritzKrämersZDF-Fernsehspiel "Die feige Schönheit" (FAZ) sowie KevinMacdonalds und SamRice-Edwards' Kino-Dokumentarfilm "One To One" über JohnLennon und YokoOno (SZ).
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