Yan Lianke

Die vier Bücher

Roman
Cover: Die vier Bücher
Eichborn Verlag, Köln 2017
ISBN 9783847906377
Gebunden, 352 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Chinesischen von Marc Hermann. In einem Arbeitslager in der chinesischen Einöde sind Künstler und Akademiker inhaftiert, sie sollen umerzogen, ihre Loyalität zum Kommunismus soll gestärkt werden. Wie ihre Mithäftlinge sind auch die Musikerin und ihr Geliebter, der Gelehrte, dem wirksamen Belohnungssystem des Lagerkommandanten ausgesetzt. Doch dann bricht die große Hungersnot aus und die Gefangenen werden sich selbst überlassen, ein verzweifelter Überlebenskampf beginnt.  Yan Lianke erzählt in "Vier Bücher" von der Zeit der großen chinesischen Hungersnot, von Liebe, Integrität, Würde und Moral im Angesicht absurden Grauens.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2018

Yan Liankes Roman über das China zur Zeit des "Großen Sprungs nach vorn" ist für Steffen Gnam erschütterndes Abbild von Maos Gigantomanie. Wie Lianke den Alltag in einem Umerziehungscamp für Intelektuelle schildert, die Euphorie, den Trotz, vor allem die Verstörung und die erpresserischen Methoden auf dem weg zu "neuen" Menschen, hat Gnam beeindruckt. Überzeugt von den Bildern vom Massensterben im Land und von der geistigen Umerziehung als Abwärtsspirale, die der Autor findet, kann er den Text nur empfehlen.
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