Wolfgang Will

Veni, vidi, vici

Caesar und die Kunst der Selbstdarstellung
Cover: Veni, vidi, vici
Primus Verlag, Darmstadt 2008
ISBN 9783896783332
Gebunden, 152 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Caesar steht für überragende militärische Leistungen, für das Ende der römischen Republik, für den Beginn der Romanisierung West- und Mitteleuropas und auch für die Einführung des Kalenders, der noch heute unseren Alltag bestimmt. Geprägt hat das moderne Bild Caesars zudem eine Doppelleistung: Die Eroberung Galliens und ihre brillante Darstellung durch ein- und dieselbe Person. Niemand beherrschte wie Caesar die Kunst der Selbstdarstellung, niemand verstand sich besser darauf, für sich und seine Sache zu werben und trotzdem nichts über die eigenen Ziele und Pläne verlauten zu lassen.Wolfgang Will zeigt in diesem glänzend geschrieben Band, wie Caesar sich in unterschiedlichen Rollen gekonnt inszeniert: beispielsweise als Retter Roms vor Kelten und Germanen, als überragender und weitsichtiger Feldherr, als Eroberer Galliens und Britanniens. Und selbst seine Ermordung an den Iden des März könnte noch eine letzte Inszenierung für die Weltöffentlichkeit gewesen sein.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2008

Die Art und Weise, wie Wolfgang Will Leben, Sterben und Wirken Caesars kommentiert, findet Patrick Bahners cäsarisch kongenial. Bloß zwei Stunden hat Bahners zum Lesen benötigt, ohne allerdings etwas zu vermissen. Er hat sogar Denkpausen eingelegt, um den Aphorismen des Autors nachzusinnen. In die Reihe "Geschichte erzählt" passt der Band nach Rezensentenmeinung wie die Faust aufs Auge. Doch "unterhaltsam" ist nur eines der lobenden Worte, die Bahners für das Buch findet. "Verdichtend" ist ein anderes. Mit Hilfe seiner von Bahners eigens hervorgehobenen Urteilskraft, aber auch mittels Karten, Zeitleisten und Quellenzitaten gelingt es dem Autor, Cäsars Kunst der Selbstdarstellung zu illustrieren, das "Handlungsmuster des auf Wirkung bedachten Risikos" herauszuarbeiten.
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