Aufstieg und Untergang der Römischen Republik: Mit stilistischer Brillanz und historischem Scharfsinn erzählt Tom Holland die römische Geschichte von ihren etruskischen Anfängen bis zur Ermordung Caesars.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.08.2015
Bereits vor zwölf Jahren im englischsprachigen Original erschienen, ist Tom Hollands Werk "Rubikon" nun auch auf Deutsch erhältlich, freut sich Rezensent Michael Sommer. Dass Holland Caesars Überschreiten des Grenzflusses Rubikon zum Aufhänger seines Buches macht, findet der Kritiker ebenso überraschend wie klug, denn von diesem Punkt aus gelinge es ihm mit großer Bannkraft nicht nur den Todeskampf des römischen Reiches, sondern die Folgen des irrationalen Handelns eines Einzelnen für die Geschichte zu beleuchten. Überhaupt lobt der Rezensent dieses Werk als brillant gemaltes Epochenporträt, in dem der Autor neue und erkenntnisstiftende Wege einschlägt. Irritiert bemerkt Sommer allerdings, dass Holland sich gänzlich auf angelsächsische Forschungsliteratur konzentriert, wichtige Studien, etwa von Martin Jehnes ignoriert und gelegentlich in einen leicht verstaubten Klassizismus abgleitet. Nichtsdestotrotz hat der Kritiker dieses lehr- und bildreiche Meisterwerk, das sich auf angenehme Weise vom "postmodernen Glasperlenspiel" der Geschichtswissenschaft abhebt, mit Lust und Gewinn gelesen.
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