Karl Christ

Pompeius

Der Feldherr Roms. Eine Biografie
Cover: Pompeius
C. H. Beck Verlag, München 2004
ISBN 9783406515439
Gebunden, 246 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Die Karriere des Pompeius war von früher Jugend an durch jene militärischen Herausforderungen geprägt, mit denen sich Rom in Italien und in den Provinzen konfrontiert sieht. Nach dem Tod seines Vaters stellt er sich mit einer großen, aus eigenen Mitteln finanzierten Truppe in den Dienst Sullas und beweist sich rasch als glänzender Heerführer. Karl Christ schildert in den folgenden Kapiteln die kriegerischen, aber auch die diplomatischen Erfolge des Pompeius, die zugleich sein gespaltenes Verhältnis zum römischen Senat deutlich werden lassen. Spätestens mit der Gründung des Ersten Triumvirats - gemeinsam mit Julius Caesar und dem schwerreichen Crassus - wird unübersehbar, dass Pompeius nicht mehr durch eine Institution der Republik zu kontrollieren ist. In Caesar aber trifft Pompeius auf jenen Mann, der sein Schicksal werden soll.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.12.2004

Mit seiner "schlanken, eleganten und gut lesbaren" Biografie des Pompeius hat der Historiker Karl Christ ein "klar konturiertes Lebensbild" des Gegenspielers von Julius Cäsar entworfen, lobt Rezensent Stefan Rebenich. In Christs Augen personifizierte der erfolgreiche General und erfolglose Staatsmann die Strukturprobleme der späten römischen Republik. Einerseits sollten die Politiker den Herrschaftsanspruch über das gesamte Mittelmeer ausüben, andererseits wurden sie in die enge stadtstaatliche Ordnung gepresst. Anders als sein Widersacher Cäsar war Pompeius nicht radikal genug, um die überkommene Ordnung außer Kraft zu setzen. Der Rezensent applaudiert und bescheinigt dem Autor, wieder einmal ein "feines Gespür für die Quellen, intime Kenntnis der Forschungsgeschichte und große Darstellungskunst" bewiesen zu haben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.09.2004

Grundsolide, wenn auch auf etwas "nüchterne Weise erzählt", findet Rezensent Wilfried Nippel die Biografie des römischem Feldherrn Pompeius, verfasst vom Althistorikers Karl Christ. Auch für Leser "ohne Vorkenntnisse" sei sie "gut nachvollziehbar". Das vermittelte Pompeius-Bild aber findet Nippel schlichtweg zu "blass". Unter anderem hätte er sich ausführlichere Passagen über Pompeius' starken Drang zur "Selbststilisierung als neuer Alexander" gewünscht. Auch ein wenig mehr Mut zur "kontrafaktischen Spekulation" hätte sich der Rezensent erhofft. Christs Grundannahme, dass sich in Pompeius die "Strukturprobleme der späten Republik" Rom verkörpern, findet Nippel dennoch sehr zutreffend.
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