Fik Meijer

Kaiser sterben nicht im Bett

Die etwas andere Geschichte der römischen Kaiserzeit
Cover: Kaiser sterben nicht im Bett
Primus Verlag, Darmstadt 2003
ISBN 9783896782311
Gebunden, 189 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Von den über 80 offiziellen römischen Kaisern war es nur wenigen vergönnt, eines natürlichen Todes, sozusagen im eigenen Bett zu sterben. Die meisten wurden ermordet und ihr Ende war oft grausam. Die Motive der Täter waren unterschiedlich, standen aber in der Regel mit Regierung und Politik der Kaiser im Zusammenhang. Fik Meijer erzählt seine quellenbasierte Geschichte der Kaiserzeit mit einem besonderen Fokus: nämlich mit Blick auf die Art und Weise, wie die einzelnen Kaiser, über deren Leben oft wenig bekannt ist, zu Tode kamen. Nach einer Einführung in den zeitlichen Kontext und die Vita des jeweiligen Kaisers beschreibt Fik Meijer die letzten Tage der Herrscher. Er beginnt mit Julius Cäsar (der das Ende der Republik markiert) und dem berühmten Mord an den Iden des März 44 v. Chr. und endet mit Romulus Augustulus 476 n. Chr., dem letzten weströmischen Kaiser. So entsteht eine im wahrsten Sinn des Wortes etwas andere Geschichte der römischen Kaiserzeit.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.12.2003

Mit Verwunderung hat Karl Christ diese sicherlich einfallsreiche, "speziell akzentuierte" Kaisergeschichte des Amsterdamer Althistorikers Fik Meijer zur Kenntnis genommen. In einer nahezu lückenlosen Aufeinanderfolge liefert dieser neben den obligatorischen einleitenden Kapiteln meist "konventionell" verfasste "Skizzen" und "Miniaturen" zu den römischen Kaisern zwischen Caesar und Romulus Augustulus. Da sich sein Augenmerk besonders auf das Ableben der Herrscher konzentriert, ist letztlich eine "effektvolle Geschichte von Sadismus, Grausamkeit" herausgekommen, weiß der Rezensent zu berichten. Allerdings empfand Christ - trotz allen Interesses - die Lektüre durchaus ein wenig ermüdend. Problematisch findet der Rezensent auch die für die späteren Jahrhunderte meist "unzulängliche" Quellenlage, treten doch bei den Schilderungen des herrschaftlichen Endes zunehmend "Gerüchte und Vermutungen an die Stelle von Fakten". Enttäuscht zeigt sich Christ auch vom Ausbleiben einer "abschließenden geistigen Durchdringung des Stoffes"; das etwas kurz geratene Nachwort Meijers sei da nicht ausreichend.
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