Von den über 80 offiziellen römischen Kaisern war es nur wenigen vergönnt, eines natürlichen Todes, sozusagen im eigenen Bett zu sterben. Die meisten wurden ermordet und ihr Ende war oft grausam. Die Motive der Täter waren unterschiedlich, standen aber in der Regel mit Regierung und Politik der Kaiser im Zusammenhang. Fik Meijer erzählt seine quellenbasierte Geschichte der Kaiserzeit mit einem besonderen Fokus: nämlich mit Blick auf die Art und Weise, wie die einzelnen Kaiser, über deren Leben oft wenig bekannt ist, zu Tode kamen. Nach einer Einführung in den zeitlichen Kontext und die Vita des jeweiligen Kaisers beschreibt Fik Meijer die letzten Tage der Herrscher. Er beginnt mit Julius Cäsar (der das Ende der Republik markiert) und dem berühmten Mord an den Iden des März 44 v. Chr. und endet mit Romulus Augustulus 476 n. Chr., dem letzten weströmischen Kaiser. So entsteht eine im wahrsten Sinn des Wortes etwas andere Geschichte der römischen Kaiserzeit.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.12.2003
Mit Verwunderung hat Karl Christ diese sicherlich einfallsreiche, "speziell akzentuierte" Kaisergeschichte des Amsterdamer Althistorikers Fik Meijer zur Kenntnis genommen. In einer nahezu lückenlosen Aufeinanderfolge liefert dieser neben den obligatorischen einleitenden Kapiteln meist "konventionell" verfasste "Skizzen" und "Miniaturen" zu den römischen Kaisern zwischen Caesar und Romulus Augustulus. Da sich sein Augenmerk besonders auf das Ableben der Herrscher konzentriert, ist letztlich eine "effektvolle Geschichte von Sadismus, Grausamkeit" herausgekommen, weiß der Rezensent zu berichten. Allerdings empfand Christ - trotz allen Interesses - die Lektüre durchaus ein wenig ermüdend. Problematisch findet der Rezensent auch die für die späteren Jahrhunderte meist "unzulängliche" Quellenlage, treten doch bei den Schilderungen des herrschaftlichen Endes zunehmend "Gerüchte und Vermutungen an die Stelle von Fakten". Enttäuscht zeigt sich Christ auch vom Ausbleiben einer "abschließenden geistigen Durchdringung des Stoffes"; das etwas kurz geratene Nachwort Meijers sei da nicht ausreichend.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich…