Wolfgang Hildesheimer

Wolfgang Hildesheimer: Briefe

Cover: Wolfgang Hildesheimer: Briefe
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999
ISBN 9783518410691
Broschiert, 389 Seiten, 29,65 EUR

Klappentext

Fast 300 Briefe von und an Wolfgang Hildesheimer gestatten einen Blick auf die Entstehung seiner Werke, seine Arbeitsweise als Schriftsteller und Künstler, auf Freundschaften, aber auch auf die literaturgeschichtliche und gesellschaftliche Entwicklung des letzten halben Jahrhunderts. Die ersten hier veröffentlichten Briefe schrieb Hildesheimer 1947 aus Nürnberg, wo er als Simultandolmetscher bei den Kriegsverbrecherprozessen arbeitete, an seine Familie in Palästina, die letzten noch kurz vor seinem Tod 1991 in Poschiavo an Freunde und Kollegen. Dazwischen waren unter vielen auch Heinrich Böll, Max Frisch, Uwe Johnson, Ilse Aichinger, Paul Celan, Erich Fried oder Günter Eich die Briefpartner und Weggefährten Wolfgang Hildesheimers.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999

Etwas erleichtert scheint Hans-Ulrich Treichel, dass hier nicht - wie so oft in Briefen - Indiskretionen über die betreffende Persönlichkeit an die Öffentlichkeit geraten. Dies liegt, wie Treichel glaubt, nicht unbedingt daran, dass es sich hier um eine Auswahl handelt. Vielmehr zeige sich Hildesheimer in seinen Briefen als ein zurückhaltender, introvertierter, ja scheuer Mensch. Dass Hildesheimers Briefe im allgemeinen eher kurz ausfallen, wertet der Rezensent daher auch keineswegs als Zeichen von Arroganz. Treichel stellt allerdings fest, dass sich Hildesheimer im Urteil über Kollegen dann doch oftmals recht hart und unmissverständlich äussert. Aber nicht alle Briefwechsel seien ernst: Auch eine "unzweifelhaft alberne Ingeborg Bachmann" könne man hier kennen lernen.

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