Mit 80 Abbildungen, Dokumenten und Karten, Personen- und Sachwortregister. Die vorliegende Untersuchung ging aus einer Expertise hervor, die im Auftrage des Dresdner Hannah-Arendt Institutes für Totalitarismusforschung entstanden ist. Dabei kam es dem Autor darauf an, in einer bündigen, aber doch ganzheitlichen Sicht den Forschungsstand zur Geschichte der Deutschen Orientbank und ihre Bankaktivitäten während des Zweiten Weltkrieges in einem Werk zu vereinen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2002
Gregor Schöllgen erkennt in seiner Kurzkritik zu dieser Untersuchung über die Geschichte der Orientbank durchaus an, dass der Autor hier mit "ungewöhnlich umfangreichem" Material zu kämpfen hatte. Allerdings gelingt es Schwanitz seiner Ansicht nach nicht, diesen Reichtum dergestalt darzubieten, dass der Leser die "zum Teil bemerkenswerten Einzelergebnisse" der Studie auch genießen kann, denn durch "sprachliche Eigenheiten" und die unzureichend geordneten "Materialmassen" gestaltet sich die Lektüre ziemlich "mühsam", wie der Rezensent bedauert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.02.2002
Für Anette Bingemer birgt dieses Buch des deutschen Historikers Wolfgang G. Schwanitz zwar eine interessante Thematik, aber an der Umsetzung hat sie doch einiges auszusetzen. Die Geschichte der türkischen Filiale der Orientbank, in der es vor allem um "kriegswirtschaftlichen Gewinn und persönliche Bereicherung" ging, sei überaus spannend, und Schwanitz habe eine Vielzahl der unterschiedlichsten Quellen in seine Bearbeitung der Thematik einbezogen, wie die Rezensentin lobend erwähnt. Sie kritisiert allerdings, dass der Autor teilweise interessante Fragen nicht in angemessenem Ausmaße verfolge und "fast noch 'Rohmaterial'" präsentiere. Der abschließende Kommentar der Rezensentin sprüht daher nicht gerade vor Begeisterung: "Es handelt sich um eine Art Werkstattbericht."
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