Die Entstehung und Entwicklung der Europäischen Union zählt zu den zentralen Themen der Zeitgeschichte. Wilfried Loth erzählt sie, anschaulich und pointiert, erstmals auf der Grundlage interner Quellen der Mitgliedsländer und der Gemeinschaft von der Lancierung des Europarats und des Schuman-Plans im Kontext der Gründung der Bundesrepublik Deutschland bis zur "Euro-Krise" unserer Tage. Die Krisen der europäischen Integration beleuchtet er dabei ebenso wie die unzweifelhaften Erfolge. Loths Analyse verdeutlicht, welche Antriebskräfte hinter dem europäischen Integrationsprozess stehen und wie dieser Politik und Gesellschaft in Europa nachhaltig verändert hat. Im Mittelpunkt stehen dabei die Entscheidungsprozesse prominenter Akteure, etwa Konrad Adenauer, Charles de Gaulle, Jean Monnet, Willy Brandt, Valéry Giscard d'Estaing, Jacques Delors, Helmut Kohl oder Angela Merkel.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.05.2014
Als Nachschlagewerk mit bedingtem Lesevergnügen beschreibt Daniel Brössler Wilfried Loths Geschichte der europäischen Einigung. So faktenreich und akribisch der Autor ihm die Einigung als Notwendigkeit darzustellen und politische Kraftakte (wie den Großbritanniens) und Führungsfiguren (Adenauer, Kohl, Merkel, de Gaulle) mit den nötigen Hintergündinformationen zu versehen vermag, so wenig kann er dem Rezensenten die großen Linien oder gesellschaftliche Wirklichkeit aufzeigen. Letztere, so Brössler, bleibt wie die Akteure "schemenhaft" und das Bild der europäischen Einigung so leider "unvollständig".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.04.2014
Aufklärung pur erhält Rolf Steininger mit Wilfried Loths Geschichte der Europäischen Einigung. Als Pflichtlektüre für alle Zweifler und Verzweifler an diesem Pakt bezeichnet er Loths in acht Kapiteln angelegte Summe seiner Europa-Forschung. Steininger lobt die Detailfreude der Arbeit bei Schuman-Plan, EWG und dem Beitritt Großbritanniens sowie Loths Recherchen auch bei den weniger erschlossenen Themen, etwa für den Zeitraum 1976 bis heute. Dass der Autor an de Gaulle einen Narren gefressen hat, kann Steininger verzeihen, die ausgewählten Zitate findet er allzu wunderbar.
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