Der Politikwissenschaftler und Zeithistoriker schildert seinen wissenschaftlichen Werdegang, analysiert das Zeitgeschehen in Deutschland, Europa und weltweit während seiner acht Lebensjahrzehnte, gespickt mit reflektierenden Passagen und kritisch-ironischen Seitenhieben auf manche Torheit der Regierenden unserer Zeit. Mit seinem Namen verbinden sich herausragende Werke über die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer und Helmut Kohl.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.07.2018
Werner Weidenfeld vermisst das Ganze der bundesrepublikanischen Geschichte in diesem Buch des Zeitgeschichtsforschers Hans-Peter Schwarz. Dass es sich bei diesem Text um die Lebenserinnerungen des Autors handelt, muss Weidenfeld erst begreifen. Subjektiv sind die Beschreibungen von Kindheit, Jugend und Studium, schließlich der Bonner Zeit des Autors, stellt Weidenfeld fest. So dicht die Darstellung der Ära Kohl im Buch dem Rezensenten auch erscheint, so sehr wird gerade hier aus persönlicher Erfahrung beschrieben, meint er, lückenhaft und in der Gewichtung subjektiv. Ergiebig ist für den Rezensenten die Darstellung von Kohls kommunikativem Führungsstil und seiner Verhaltensweisen, das zeuge von hoher Beobachtungsintensität. Doch Adenauer und Kohl machen noch keine Bundesrepublik, findet er.
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