Herausgegeben von Edith Flusser und Klaus Sander. Alex Bloch teilte mit Vilem Flusser das Schicksal eines nach Brasilien emigrierten Prager Juden. Er war für Flusser der Kritiker par excellence und zugleich ein "Steppenwolf", der zahlreiche Persönlichkeiten und Rollen verkörperte, jedoch die eines Freundes vermissen ließ. Eine ergreifende Korrespondenz, begonnen 1951 in Rio de Janeiro und wiederaufgenommen 1972 nach Flussers Rückkehr nach Europa.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.06.2001
Ein sokratisches Gespräch seien die Briefe des 1991 verstorbenen Medientheoretikers Villém Flusser an seinen Leidensgenossen im brasilianischen Exil, Alex Bloch, meint der Rezensent mit dem Kürzel "upj". Auch wenn Blochs Antworten in dem Band nicht dokumentiert sind, steht für den Rezensenten fest: der Sokrates ist hier Bloch, einer, der die Arbeiten Flussers stets scharf kritisiert hatte. Die Lektüre war für "upj" reizvoll: "ein kluges und im Freundschaftsstil geschriebenes Stimmungsbild aus dem geistigen und kulturellen Überleben im Exil", resümiert der Rezensent in seiner sehr knapp gehaltenen Besprechung.
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