Mit Fotografien des Magnum-Fotografen Erich Lessing. "Fünfzehn Stimmungen" hat Vaclav Havel diese Edition betitelt. ln keineswegs deprimierenden Briefen aus dem Gefängnis an seine Frau Olga seine Stimmungen zu analysiert damit eine Lebenshaltung offenbart, die in auswegsloser Lage die Hoffnung nicht verliert. Für dieses Buch wurde ein wesentlicher Brief Havels, der bislang nur auf tschechisch publiziert war, erstmals in Deutsche übersetzt. Begleitet werden die Briefe von Schwarzweißfotografien des Magnum-Fotografen Erich Lessing, der aus seinem Archiv unveröffentliche Aufnahmen auswählte, die auf überraschend stille Weise Mauerstrukturen festhalten, unterirdische Gänge oder Licht, das in düstere Räume fällt und damit den Gefängnisbriefen Havels eine subtile Begleitung geben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2011
Es sind Werke wie dieses, die Andreas Platthaus das Vertrauen in die Zukunft des gedruckten Buches zurückgeben, und er kann gar nicht genug von der Schönheit der Ausstattung schwärmen. "Fünfzehn Stimmungen" ist das letzte vom kürzlich verstorbenen Schriftsteller und tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Havel selbst konzipierte Buch, in dem eine Auswahl aus den weltberühmten "Briefen an Olga" mit Fotos des Wiener Fotografen Erich Lessing zusammengestellt sind, informiert der Rezensent. Havel hat eine aufeinanderfolgende Reihe von Briefen an seine Frau aus dem Gefängnis von 1981 ausgesucht, die den Blick auf philosophische Tiefenschichten freigeben, wie auch die Fotos vor allem als "allegorische" Begleitbilder anzusehen sind, so Platthaus. Dass es diese verhältnismäßig preiswerte Ausgabe allerdings lediglich in einer Auflage von 400 Bänden gibt, lässt den Rezensenten dann doch wieder zweifeln, wie es um die Zukunft des Buches bestellt ist.
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