Nicole Glocke

In den Fängen von StB, MfS und CIA

Das Leben und Leiden des Eugen Mühlfeit
Cover: In den Fängen von StB, MfS und CIA
Lukas Verlag, Berlin 2009
ISBN 9783867320528
Kartoniert, 218 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Der Sudetendeutsche Eugen Mühlfeit ist seit jeher unangepasst im Geist und im Verhalten. Der Prager Frühling 1968 und dessen Niederschlagung haben ihn frühzeitig politisch geprägt und in die Opposition zur poststalinistischen Diktatur getrieben. Er beschließt, nach West-Berlin zu fliehen. Doch am Bahnhof Friedrichstraße wird er festgenommen und verhört. Dann übergibt man ihn der tschechoslowakischen Staatssicherheit, die dafür sorgt, dass Mühlfeit verurteilt und in die Psychiatrie eingewiesen wird. Nach seiner Entlassung fasst er Fuß in der inoffiziellen Prager Musiker- und Literatenszene. Hier lernt er unter anderem Vaclav Havel kennen. Schließlich beteiligt er sich an einem gefährlichen Bildertransfer zwischen Ost und West, um verfolgte Künstler im Umkreis der Charta 77 finanziell zu unterstützen. Der Transfer erfolgt zum Teil unter Mithilfe Robert Havemanns. So gerät Eugen Mühlfeit ins Visier der östlichen und westlichen Geheimdienste. Wieder flieht er in den Westen. Doch diesmal wird er von der Stasi aus West-Berlin entführt und zurück nach Prag verschleppt. In den tschechoslowakischen Gefängnissen kämpft er ums Überleben. Nach zwei Jahren Haft und schlimmster Folter wird er als körperlich gebrochener Mann entlassen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.06.2009

Die von Nicole Glocke erstmals festgehaltene Lebens- und Leidensgeschichte eines "oppositionellen Einzelgängers" ist für Peter Jochen Winters ein "erschütterndes" Ereignis. So unglaublich ihm die Geschichte des Eugen Mühlfeit auch vorkommt, so vertrauenswürdig erscheint ihm die Autorin. Winters hebt die beachtliche Rechercheleistung der Autorin hervor, die Detailiertheit, mit der sie Mühlfeits Weg durch die Lager der Geheimdienste und seinen Kampf um Rehabilitierung dokumentiert. Dass Glocke auch den Eigensinn und die Naivität Mühlfeits nicht verschweigt, dient dem Rezensenten als weiterer Vertrauensbeweis.
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