Ludvik Vaculik

Das Beil

Roman
Cover: Das Beil
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2006
ISBN 9783421059499
Gebunden, 304 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Übersetzt von Miroslav Svoboda und Erich Bertleff. Mit einem Vorwort von Peter Kurzeck und einem Nachwort von Eckhard Thiele. Ein Prager Journalist ist einem Skandal auf der Spur. Dadurch wird er zu einem "Fall", denn seine Wahrheitssuche ist für das kommunistische Regime peinlich. Er verliert seine Stelle und den Rest jener Ideale, die ihn, wie schon seinen Vater, durch das Leben begleitet haben. Zuflucht findet er in Erinnerungen an Kindheit und Jugend, an die Familie, vor allem den Vater. Mit dessen Schicksal setzt er sich auseinander, um die eigene Lage zu begreifen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.07.2006

"Mitreißend und immer noch ganz gegenwärtig" findet Rezensent Jörg Plath diesen Roman aus dem Jahr 1966, den er als "Gang durch die Vergangenheit" gelesen hat. Die Figuren des Romans habe Plath schon nach wenigen Zeilen mit auf eine "Reise durch Raum und Zeit" genommen, wie sie seiner Rezensentenerfahrung entsprechend "nur selten zu lesen" ist. Dabei wird die Zeit zur Begeisterung des Rezensenten nicht "beschaut und geordnet", sondern noch mal "kreuz und quer durchlebt". Plath feiert die Prosa des tschechischen Autors außerdem für ihre erzählerische Dichte, faszinierende Landschaftsbilder sowie ineinanderfließende Zeiten und Mythen und staunt, dass es Ludvik Vaculik bei all dieser formalen Brillanz dann auch noch gelingt, das gesellschaftliche Klima in der CSSR der sechziger Jahre heraufzubeschwören. Gründe genug für Plath, Lesern von heute die Entdeckung von Autor und Roman dringend ans Herz zu legen.
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