Mit 40 Schwarzweiß- und 16 farbigen Abbildungen. In ihrem Salon in New Yorks Upper West Side gaben sich einst so berühmte Künstler wie Francis Picabia, Marcel Duchamp und Man Ray die Klinke in die Hand. Die Stettheimer Sisters Carrie, Ettie und Florine, geboren zwischen 1869 und 1877, wuchsen wohlbehütet in Rochester im Staat New York auf. Sie lebten immer wieder auch in Europa, wo Ettie in Freiburg 1903 als eine der ersten Frauen einen Doktorgrad erhielt. Noch heute zeugt ein Kunstobjekt vom Ruhm des Stettheimer-Salons und seiner Besucher: Ein von Carrie in über 25 Jahren liebevoll gestaltetes Puppenhaus befindet sich heute im Museum of the City of New York. Es bezaubert mit diversen Miniaturbildern und winzigen Statuen. In ihrer Romanbiografie weiß Ursula Voß überaus spannend und abwechslungsreich vom Leben in diesem "Puppenheim" zu berichten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.2014
Wenn das Publikum demnächst die Malerin Florine Stettheimer wiederentdecken sollte, ist Anne Kohlick mit dieser ersten deutschsprachigen Monografie über Leben und Werk Stettheimers von Ursula Voß gut vorbereitet. Was die Vorläuferin der Pop Art und ihre gleichfalls begabten und schillernden Schwestern im New York der Jahrhundertwende alles anstellen, wen sie treffen, das kann Kohlick ausgiebig bei Voß nachlesen. Dem exzessiven Namedropping im Buch wird die Rezensentin allerdings schnell überdrüssig, die Nebenfiguren von Marcel Duchamp bis Alfred Stieglitz nehmen für ihr Empfinden zu viel Platz ein, ebenso wie die vielen, von der Autorin eingesetzten Zeitsprünge.
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