Mit 37 Abbildungen. Eine neue Sicht auf die berühmt-berüchtigten Kaiser. Der eine machte sein Pferd zum Konsul, der andere besang das brennende Rom, und der dritte ließ seine Gäste unter einem Meer von Rosen ersticken. Caligula, Nero und Elagabal: Ihr provokantes und arrogantes Auftreten ließ die Senatsaristokratie vor Wut schäumen. Schriftsteller wie z.B. Sueton bezeichneten sie später als verrückt. Aber warum verhielten sich die Kaiser so exaltiert? Kissel zeigt, dass durchaus rationale Überlegungen und Kalkül dahinter stecken konnten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.11.2006
Mischa Meier attestiert der Abhandlung Theodor Kissels über die römischen Kaiser Caligula, Nero und Elagabal zwar einen sehr flüssigen, schwungvollen Stil, richtig zufrieden ist er am Ende mit diesem Buch aber nicht. Der Autor entwerfe ein äußerst "facettenreiches" Bild der drei Kaiserleben, lobt der Rezensent. Ein Hauptanliegen Kissels sei es zu zeigen, dass die überlieferten Gräueltaten und Ausschweifungen der Kaiser vor allem als Propaganda der über sie schreibenden römischen Senatoren zu werten ist. Hier fragt sich Meier, warum sich der Autor so eingehend den blutigen und exzessiven Details über die Verfehlungen der Kaiser widmet, wenn er dann zu bekräftigen sucht, diese Informationen nicht allzu ernst zu nehmen. Außerdem vermisst der Rezensent bei der These Kissels, Neros Kunstschaffen sei vor allem ein politisches Instrument gewesen, eine hinreichende Untermauerung. So sei dem Autor zwar unbestritten ein sehr fesselndes Buch über drei prominente Kaiser gelungen, resümiert der Rezensent, etwas wirklich Neues aber wird hier nicht geboten.
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