Greg Woolf

Rom

Die Biografie eines Weltreichs
Cover: Rom
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2015
ISBN 9783608948486
Gebunden, 495 Seiten, 29,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Andreas Wittenburg. Triumph und Leistungen einer Weltmacht: Greg Woolf betrachtet die Geschichte der römischen Republik und Kaiserzeit als Einheit. Dadurch lässt er ganz Europa und die Mittelmeerwelt vor unseren Augen lebendig werden. Alle wichtigen Facetten der römischen Zivilisation kommen zur Sprache. Der Autor zeigt, wie das Römische Reich funktionierte, und behandelt es im Zusammenhang anderer Reiche von China bis Peru. Allerneueste archäologische und historische Erkenntnisse lassen den weltgeschichtlich einzigartigen Erfolg Roms in einem neuen Licht erscheinen. Nicht zuletzt geht es um die alles bedeutende Frage: Warum konnte gerade Rom unter allen uns bekannten Imperien so lange überdauern und eine derart unvergleichliche Wirkung ausüben - bis zum heutigen Tag?

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.09.2015

Fordernde, aber aufregende Lektüre hat Stefan Rebenich hinter sich. Wie der Althistoriker Greg Woolf die Geschichte des Römischen Weltreiches schreibt, von den Anfängen bis in die Spätantike, findet er absolut überzeugend. Rebenich lernt sowohl die strukturellen Defizite der Hegemonie kennen als auch die Gründe für die lange Existenz des Reiches: das Wechselspiel zwischen Eliteherrschaft, Sklaverei, Familie. Wenn sich der Autor bei seinen Ausführungen und Erläuterungen auf sozial- und kulturwissenschaftliche Theorien stützt und vormoderne Herrschaftskonfigurationen zum Vergleich heranzieht, Persien, das Maurya-Reich in Indien und das frühe China, so ist das für den Rezensenten gewinnträchtig. Das Buch scheint ihm ein großartiges Panorama für fortgeschrittene Leser zu sein, auch wenn historische Abrisse und Zeittafeln Hilfestellung bei der Lektüre bieten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.08.2015

Den Charakter des römischen Reiches lässt sich Simon Strauß vom Althistoriker Greg Woolf erklären. Den breiten Ansatz des Autors, angelegt als "Biografie" eines Weltreichs, von der Königszeit bis in die Spätantike, findet der Rezensent respektabel. Die Rolle physischer Gewalt aber auch die der Verwaltung, der Steuer und der Kultur für die Vormachtstellung Roms vermag Woolf dem Rezensenten zu vermitteln. Auch wenn der Autor bei der Frage nach den Ursachen des Untergangs Roms undeutlich bleibt und er "kein mitreißender Erzähler" ist, der groß angelegte Gang durch die Epochen, in dem laut Rezensent sogar Platz ist für den Blick auf ander Weltreiche, hat Strauß beeindruckt.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.04.2015

Mit dem Historiker Greg Woolf sieht Uwe Walter das Römische Reich wieder als spannende Angelegenheit. Auch wenn der Autor nichts bahnbrechend Neues zu berichten weiß, wie Walter einräumt, seine Kenntnis alter und neuer Debatten, seine kritische Unbefangenheit und seine "luzide" Prosa machen die Lektüre für den Rezensenten zum Gewinn. Nicht das Warum des Untergangs setzt ihm der Autor auseinander, sondern das Warum des Bestehens über so lange Zeit. Gewalt, Macht und roher Expansionswille als Gründe werden für Walter sichtbar sowie schließlich die Auswirkungen des Zusammenbruchs.
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