Wir ruinieren die wertvollste Nahrungsquelle des Planeten - die Meere - in selbst für Experten erstaunlichem Tempo, nicht zuletzt mit gnadenloser Überfischung. Ob Thun-, Hai- oder Schwertfisch, bis zu 80 Prozent des weltweiten Bestands an Speisefisch sind heute verschwunden, für Kabeljau hat sich ein lukrativer Schwarzmarkt etabliert, viele Küstenregionen erleben ihren ökologischen und finanziellen Niedergang. Taras Grescoe berichtet in "Der letzte Fisch im Netz" abermals aus dem Spannungsfeld zwischen Marktwirtschaft, Konsum und Umwelt. Er hat sich auf eine Reise um die sieben Weltmeere auf der Suche nach dem ethisch vertretbaren Fischteller gemacht. Von portugiesischen Sardinen über Marsailler Bouillabaisse zu Alaskaseelachs und Fischstäbchen, indischem Shrimp-Curry und Thunfisch-Sushi; ob Gourmettempel, Großmarkthalle oder Fast-Food-Filiale - Grescoe legt dar, wie der Fisch vom Wasser auf unseren Tisch kommt und was dabei falsch läuft.
Katharina Granzin hat ein neues Genre ausfindig gemacht, das "kluge, gut geschriebene Reisesachbuch", in diesem Fall für den kritischen Konsumenten von Meerestieren. Der Kanadier Taras Grescoe hat dafür auf vier Kontinenten Material gesammelt und so ein informatives und variantenreiches Kompendium zusammengetragen. Es ist von beträchtlichem Umfang, lässt sich aber quer oder in Häppchen lesen, da der Autor den Kern seiner Botschaft, nämlich mehr vom unteren Ende der Nahrungskette (das wären beispielsweise Quallen) zugunsten der oberen zu essen, in jedem Kapitel und an einem jeweils anderen Sachverhalt (der Auster oder der Sardine) neu entwickelt. Außerdem beleuchtet er seinen Gegenstand, das Meeresgetier, von möglichst vielen Seiten: Der Ökonomie, der Ökologie, der Kulinaristik oder der Sittenlehre, so Granzin.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…