Es waren mehr Menschen im Orbit als auf dem Meeresboden - ein klares Zeichen, dass es noch viel gibt, das wir nicht über die Ozeane unseres Planeten wissen. Eindeutig ist jedoch, dass nicht mehr viel Zeit bleibt, um die faszinierende Welt unter Wasser zu retten. Die Verschmutzung der Meere und die kontinuierliche Überfischung haben diesem Ökosystem stark zugesetzt. Darf man also überhaupt noch Fisch kaufen, wenn einem Umweltschutz und Nachhaltigkeit am Herzen liegen? Bestseller-Autor Manfred Kriener und der Gewässerökologe Stefan Linzmaier haben sich dieser Frage angenommen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.08.2024
Dass Lachse in Aquakulturen mit Antidepressiva vollgepumpt werden, ist nur eines der unappetitlichen Details, die Rezensentin Ulla Fölsing aus diesem Buch von Manfred Kriener und Stefan Linzmaier erfährt. Die Folgen der brutalen Ausbeutung und Überfischung der Weltmeere verpacken die beiden Autoren, ersterer Biologe, der zweite Slow-Food-Journalist, in einem nichtsdestotrotz "munter geschriebenen" Buch. Zwischen illegalen Fängen und Fischzucht in dreckigen Gewässern liefert es jede Menge Gründe, sich über die eigene Ernährung Gedanken zu machen, so Fölsing. Das Buch wird noch durch 21 "liebevolle Fischporträts" abgerundet, schreibt die Kritikerin zum Schluss.
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