Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Aislinn Murray ist jung, hübsch und liegt tot in ihrem Haus, der Tisch ist für ein romantisches Abendessen gedeckt. Wieder so eine klare Beziehungstat, denkt die Polizei. Doch bald stoßen die Detectives Antoinette Conway und Stephen Moran auf Ungereimtheiten. Und es wird immer offensichtlicher, dass jemand in der Mordkommission ihre Arbeit behindert. Weil sich Antoinette mit ihrer toughen Art Feinde gemacht hat? In einem explosiven Ermittlungskreisel wird nur eines immer deutlicher: Unschuldig ist hier niemand.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.04.2017
Schon das Prinzip von Tana Frenchs "Dublin Murder Squad"-Reihe gefällt Rezensentin Sofia Glasl ausgesprochen gut: In jedem Roman spielt ein anderer Ermittler die Hauptrolle. Und so geht es neben dem Ermitteln von Mordfällen immer auch um das "Innere" der Figuren, ihre psychologische Situation, so Glasl. Im Fall der Ermittlerin Antoinette Conway ist ihr unbekannter Vater die Leerstelle, um die herum Conway ihre Persona aufgebaut hat, lesen wir. Gut gefallen Glasl auch die Verhörsituationen - tatsächlich sind sie der Mittelpunkt des Romans, erklärt sie - die so "genau inszeniert und choreografiert" sind, dass sie diesem Krimi für die Rezensentin die eigentliche Spannung geben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.12.2016
Bloß keine Silbe verpassen von Tana Frenchs neuem Kriminalroman möchte Rezensentin Sylvia Staude, und genau das ist für sie Frenchs großes Talent: Den Leser von der ersten bis zur letzten Zeile fesseln. Das schafft sie nicht etwa mit stupider Action, sondern viel mehr über gepfefferte Dialoge, "Boxkämpfen oder Schachpartien" gleich, in denen sich sowohl den Ermittlern als auch dem Leser Wort für Wort, Schlag für Schlag ein komplexer Fall entrollt, lobt Staude. Dieser führt nicht nur tief in das hinein, was auf den ersten Blick wie eine einfach Beziehungstat aussieht, sondern auch mitten in die Psyche der Ermittlerin, diesmal die einzige Frau im Dezernat und obendrein nicht-irischer Herkunft, lesen wir. Eine "feingehäkelte" Geschichte, in der im Dienste der Wahrheit taktiert und intrigiert wird, so die begeisterte Rezensentin.
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