Malla Nunn

Zeit der Finsternis

Roman
Cover: Zeit der Finsternis
Argument Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783867542173
Kartoniert, 304 Seiten, 13,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Laudan & Szelinski. Im zutiefst korrupten Apartheidstaat Südafrika geht das Jahr 1953 zu Ende. Fünf Tage vor Weihnachten wird im Johannesburger Villenviertel ein weißes Ehepaar überfallen und bewusstlos geprügelt. Dann verschwinden die Täter mit dem neuen Automobil der Familie Brewer. Die fünfzehnjährige Tochter Cassie hatte sich versteckt und blieb unversehrt. Der Vater erliegt noch in derselben Nacht seinen Verletzungen. Detective Sergeant Emmanuel Cooper hat sich nach Johannesburg versetzen lassen, um hier mit seiner heimlichen Familie ein Doppelleben zu führen, von dem keiner seiner Kollegen etwas ahnen darf, schon gar nicht sein argwöhnischer Vorgesetzter Lieutenant Walter Mason. Andernfalls droht Cooper Berufsverbot und Gefängnis, ganz zu schweigen von den Repressalien, die seine farbige Frau und ihre kleine Tochter zu erwarten hätten: Die Rassentrennungsgesetze sind gnadenlos.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.11.2016

Malla Nunn lässt Christiane Schlötzer frösteln. Aber es sind nicht die wohligen Schauder des Krimigenres, die der Rezensentin den Rücken herunterlaufen, sondern die ungemütlichen der Geschichte. Nunn führt mit ihren Kriminalromanen um Detective Emmanuel Cooper und Constable Samuel Shabalala zurück zu den Anfängen der Apartheid-Zeit, ins Südafrika der fünfziger Jahre. Schlötzer lernt aus der "Zeit der Finsternis" viel über die Wunden, die politische Verbrechen schlagen, aber sie liest auch davon, wie die Apartheid-Gesellschaft ihre Mitglieder zu "zerrissenen, gerissenen Menschen" macht. Angesichts der starken Sprache und der differenzierten Sichtweise der Autorin verzeiht sie ihr ein etwas absehbares Ende nur allzu gern.
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