Paul Mendelson

Die Straße ins Dunkel

Thriller
Cover: Die Straße ins Dunkel
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2016
ISBN 9783499272417
Kartoniert, 400 Seiten, 16,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger. Ein Unbekannter tötet Polizisten. Polizisten, die vor über zwanzig Jahren ein Massaker an einer schwarzen Familie verübten. Auch Colonel Vaughn de Vries war damals dabei, als unfreiwilliger Zeuge des Verbrechens. Und schon damals kämpfte er gegen eine korrupte Hierarchie im Polizeiapparat. Höhere Stellen behindern ihn auch bei seinem neuen, seinem heikelsten Fall: Eine Milliardärin - grausam ermordet. Der Vater war eine Stütze des Apartheid-Regimes. Hauptverdächtiger: Ihr schwarzer Liebhaber, Sohn eines einflussreichen Politikers. Vaughn de Vries steht vor vielen Fragen: Geht es um Hautfarbe, Geld oder Macht? Wer hatte ein Interesse am Tod der Frau? Wer hat kein Interesse daran, dass die Wahrheit herauskommt?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.04.2017

"Weiß gegen Schwarz", das galt 1994 und es gilt 2015 in Südafrika, auch wenn der Verlauf dieser Front zwanzig Jahre nach der Apartheid um einiges diffuser ist, weiß Rezensent Stefan Fischer. Genau an dieser Front spielt Paul Mendelsons Thriller "Die Straße ins Dunkel": Colonel Vaughn De Vries ermittelt in einem Fall, den es eigentlich gar nicht gibt, und er braucht sehr lange, um zu erkennen, wo die Spuren hinführen, die er verfolgt, nicht zuletzt, weil er es nicht wahr haben will,erzählt Fischer. Tatsächlich braucht der Autor so lange, dass Fischer um ein Haar das Interesse verliert, aber eben nur fast. Die Spannung wird gehalten, lobt er, und das vor allem über die interessante Figur des Ermittlers, der rassistisch, vorurteilsbehaftet, arrogant, aber eben auch mutig, zornig, gerecht und kein "ausnehmendes Schwein" ist, so unser angetaner Rezensent. Es ist ein hartes und ein kritisches Buch, ohne moralisch überlegene Helden, ohne das klassische "Schwarz-Weiß-Denken", versichert er noch.
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