Peter May

Moorbruch

Roman
Cover: Moorbruch
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2017
ISBN 9783552058170
Gebunden, 336 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Silvia Morawetz. Siebzehn Jahre sind vergangen, seit Roddy Mackenzie, Leader der Band Amran, mit seinem Flugzeug verunglückte und verschollen blieb. Ein halbes Leben später ist Fin Macleod, früher Roadie der Band, zurück auf der Hebrideninsel Lewis. Im Auftrag eines Gutsbesitzers bekämpft er Wilderer. Doch der Erste, den Fin zur Strecke bringen soll, ist ausgerechnet sein alter Freund Whistler. Die beiden werden Zeugen eines Moorbruchs, der das Wrack von Roddys Flugzeug zu Tage befördert. Fin erkennt an Whistlers Reaktion sofort, dass etwas nicht stimmt. Dabei ahnt er noch nicht, dass es gar nicht Roddys Leiche ist, die sie gefunden haben ...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.04.2017

Im letzten Teil von Peter Mays Trilogie um die Hebriden-Inseln kehrt der Polizist Fin Macleod auf seine Heimatinsel zurück, um der Vergangenheit zu entfliehen, doch als ein Moorbruch ein Flugzeugwrack und die Leiche eines lange verschollenen Jugendfreundes ans Licht bringt, wird Macleod von einer viel tieferen Vergangenheit eingeholt, fasst Rezensent Benedikt Mahler zusammen. Von diesem Punkt aus entrollen sich zahlreiche Handlungsstränge, was für den Rezensenten einerseits den Reiz des Krimis ausmacht, andererseits ein Problem darstellt, denn am Ende drohe die Dramaturgie unter der Last der Einzelgeschichten zusammenzubrechen. Begeistert ist Mahler hingegen davon, wie May das Lokalkolorit nutzt, um einen eigenen düsteren "Mikrokosmos" zu erschaffen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2017

Hannes Hintermeier stellt zwei schottische Krimiautoren vor, die den Tartan Noir über Glasgow und Edinburgh hinaus an die Westküste tragen. Tolle Gegend diese Highlands, findet Hintermeier, und die Leute sind dort von wirklich ausgesuchter Feindseligkeit. Peter May schickt in seinem "Moorbruch" einen Ex-Polizisten zurück auf seine heimatliche Hebriden-Insel, wo er sich mit einem aus dem Moor aufgetauchten Flugzeugswrack und den darin gefunden Leichen beschäftigen muss. Und weil die Familien hier seit Jahrhunderten zerstritten sind, trägt wirklich niemand zur Aufklärung des Falls bei. Literarisch findet Hintermeier den Autor nicht sonderlich ambitioniert, auch wenn ihm ein anderer Ruf vorausgehe, eher erkennt der Rezensent in ihm einen Bastler und Tüftler, dessen kompliziert gewundene Plots ihn an Schnittvorlagen erinnern.

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