Aus dem Englischen von Christine Blum. Eine Frau, die alles riskiert. Ein Kind, das über sich hinauswächst. Eine lebensgefährliche Fahrt durch die arktische Nacht.Die britische Physikerin Yasmin fliegt mit ihrer zehnjährigen Tochter Ruby nach Alaska, um ihren Mann Matt zu treffen, der dort einen Dokumentarfilm dreht. Doch die Polizei empfängt sie mit der Nachricht, dass Matt weit oben im Polarkreis umgekommen ist. Yasmin will das nicht glauben. Sie ist überzeugt, dass Matt am Leben ist und ihre Hilfe braucht. Zusammen mit Ruby macht sie sich auf eine lebensgefährliche Reise durch ewiges Eis und ewige Nacht, um ihn zu finden. Und irgendwann bemerkt sie, dass jemand sie verfolgt. Jemand, der ihnen Böses will...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2017
Rose-Maria Gropp kann nicht fassen, was Rosamund Lupton ihr mit diesem Roman an Unvernünftigem zumutet. Eine Astrophysikerin mit ihrer gehörlosen, feinsensorigen Tochter auf der Suche nach ihrem verschollenen Mann in der Eishölle Alaskas, noch dazu in einem 50-Tonner-Truck! Dass der Wahnsinn Gropp nicht über den Kopf wächst, liegt für sie am Wechsel zwischen zwei Erzählperspektiven, der Spannung sowie einer auch über die Machenschaften der Ölkonzerne am Polarkreis gut informierten Autorin.
Schaudernd vor Kälte und Spannung hat Rezensent Elmar Krekeler den neuen Thriller der britischen Bestsellerautorin Rosamund Lupton gelesen, der ihn ins tiefste Alaska entführt. Aus drei Perspektiven wird die Geschichte von Matt, der nach einem Brand als verschollen gilt, seiner Frau Yasmin, die ihm zur Vergewisserung ihrer Gefühle nachreist und der gemeinsamen gehörlosen Tochter Ruby erzählt, resümiert der Kritiker. Dass es in Konstruktion und Figurenzeichnung ein wenig ächzt, nimmt Krekeler nicht übel: Die Kälte, Weite und Gnadenlosigkeit Alaskas kann er geradezu nachfühlen und die sprachlichen Bilder, die Lupton der tauben Ruby in den Mund legt, sind originell und eindringlich, lobt der Rezensent.
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