Aus dem Englischen von Stefan Lux. Cal McGill ist Meeresbiologe. Seine Spezialität: per Computer die Route von Gegenständen im Wasser zu verfolgen, um Umweltsünder zur Strecke zu bringen. Doch bei seinem Einsatz für die Natur überschreitet der Sea Detective bisweilen legale Grenzen: Als er in den Gärten hochrangiger Politiker Weißen Silberwurz pflanzt, um auf den Klimawandel hinzuweisen, nimmt man ihn fest. Detective Helen Jamieson von der Polizei Edinburgh kommt der sympathische junge Mann gerade recht. Denn vor der Küste wurden kurz zuvor zwei abgetrennte Füße entdeckt. Bei ihren Recherchen stoßen Cal und Helen auf ein Netz aus Korruption, Ausbeutung und Menschenhandel. Und auf ein indisches Mädchen, das sie vielleicht noch retten können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.03.2017
Warum die Eile, fragt sich Rezensentin Sylvia Staude, wenn Mark Douglas-Home doch sowieso plant, dem unschlagbaren Ermittlerteam aus dem Meersbiologen Cal McGill und der Polizistin Helen Jamieson in "Sea Detective", eine ganze Krimireihe zu widmen. "Viel, ein wenig zu viel" an Familiengeschichte, an Eheunglück, an Sozialstudie, Natur- und Klimaschutz stopft der Autor in dieses erste Buch, meint Staude. Und doch kann sie nicht leugnen, dass die Geschichte eine gewisse Dynamik und Spannung entfaltet, was für sie nicht zuletzt daran liegt, dass Farrell überraschenderweise im "totgeschriebenen" Genre der Kriminalliteratur tatsächlich noch eine kleine Nische gefunden hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2017
Hannes Hintermeier stellt zwei schottische Krimiautoren vor, die den Tartan Noir über Glasgow und Edinburgh hinaus an die Westküste tragen. Tolle Gegend diese Highlands, findet Hintermeier, und die Leute sind dort von wirklich ausgesuchter Feindseligkeit. Mark Douglas-Homes war nach seiner Reporterkarriere Herausgeber des schottischen "Herald", und in seinem Roman "Sea Detective" lässt er einen Meeresbiologen ermitteln, der sich nicht nur um den Klimawandel an der Westküste sorgt, sondern auch die gestiegene Zahl angeschwemmter Füße in Turnschuhe. Der Rezensent erkennt in den Romanen dieses Autors deutlich den Ehrgeiz, nicht nur zu unterhalten, sondern brisante Themen wie etwa globalisierten Sklavenhandel auf die Tagesordnung zu setzen.
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