1 CD, 78 Minuten. Hörspiel. Bearbeitung des Interviewbuchs von Swetlana Alexijewitsch: Frank Werner, Regie Ulrich Gerhardt. Sprecher: Ilse Strambowski, Peter Gavajda Viola Morlinghaus u. a.. Am 26. April 1986 brannte der Himmel über Tschernobyl. Offiziell kamen dabei 31 Menschen ums Leben. Die Journalistin Swetlana Alexijewitsch befragte über Jahre hinweg die Überlebenden und zeigt in literarisch verdichteten Porträts die menschliche Dimension der Tragödie: Zeitzeugen, Experten, Helfer und Opfer erzählen von Liebe, die stärker ist als Angst, vom Verlust der Familie und der Heimat, und vom Tod, der unsichtbar, unhörbar und noch nach vielen Jahren droht. Das Hörspiel des Jahres 1999 komponiert aus Einzelstimmen, subtilen Geräuschen und der Stille zwischen den Gesprächen ein ergreifendes Requiem der Klage und Anklage.
Manch einen mag es reizen, die frisch gekürte Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch kennen zu lernen, vermutet Rezensent Alexander Cammann, der zu diesem Zwecke das 1999 erschienene Hörspiel "Gespräche mit Lebenden und Toten" empfiehlt. So lasse sich sehr gut die Arbeitsweise der so häufig collagierenden Autorin nachvollziehen, erklärt der Rezensent: Ihre Interviewpartner treten im Hörspiel als vielstimmiger Chor auf. Es sind "ergreifende", "erschütternde" Stimmen, die von Mut, Leid und Tod erzählen, so der Rezensent.
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