Fotos von Igor Kostin. Unter Mitarbeit von Thomas Johnson. Aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer. Mit zahlreichen Farb- und s/w-Fotos und 1-farbiger Übersichtskarte. Vor zwanzig Jahre geschah in Tschernobyl das Unvorstellbare. Igor Kostin, der die ersten Bilder der Reaktorkatastrophe schoss, erzählt. Seine Nahaufnahmen aus 20 Jahren sind ein bewegendes menschliches Zeugnis, ein Mahnung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.04.2006
Überaus beeindruckt zeigt sich Rezensent Ulrich Teusch von diesem Band über Tschernobyl und die Folgen, den Igor Kostin vorgelegt hat. Er würdigt den russischen Fotografen als den vielleicht "wichtigsten Zeugen" des Geschehens überhaupt. Zudem hebt er hervor, dass Kostin sein Leben riskierte, als er wenige Stunden nach der Explosion den rauchenden Reaktor fotografierte und in den folgenden Wochen und Monaten Einsätze des Kraftwerkspersonals und der Rettungsmannschaften mit seiner Kamera begleitete. Kostins Fotografien der Evakuierungen, zerstörten Dörfer, radioaktiven Mülldeponien, der Geisterstadt Pripjat und der alten Menschen, die in ihre Häuser in der Sperrzone zurückkehrten, hält Teusch für "unschätzbare Dokumente". Sie zeigen für ihn eine Welt, "von der wir nur wenige Bilder haben, und schon gar keine von dieser Eindringlichkeit".
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