"Überhaupt ist aus dem vorliegenden Aktenmaterial nicht ersichtlich, wie die Gruppe um Dr. Havemann aufgerollt worden ist. Fest steht, daß die Gestapo eine Reihe von Dingen gewußt hat, die sie bei der Vernehmung der beteiligten Personen dazu benutzte, um Geständnisse zu erhalten. Dr. Havemann hat sich bei all seinen Aussagen vorbildlich verhalten und niemanden von sich aus belastet." Bruno Haid an Walter Ulbricht, 1946.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.02.2002
Rezensent Jochen Staadt bespricht vier Bücher zur DDR-Geschichte, nämlich: "Mythen in der Politik der DDR" von Raina Zimmering, "Zurückgekehrt. Die Geschichte der jüdischen Kommunisten in der DDR" von Karin Hartewig, die "Albert Norden"-Biografie von Norbert Podewins und Simone Hannemanns Buch über "Robert Havemann und die Widerstandsgruppe 'Europäische Union'". Voll des Lobes ist Staadt für Simone Hannemanns Studie über "Robert Havemann und die Widerstandsgruppe 'Europäische Union'". Sie fördere eine "Fülle neuer Erkenntnisse" zutage. Nach einer ausführlichen Inhaltsangabe kommt der Rezensent zu dem Schluss, das hier die "erste umfassende historische Darstellung über die weitgehend unbekannte Widerstandsorganisation" vorliegt. Ein doppeltes Lob: Staadt ist von Hannemanns handwerklicher Arbeit angetan und davon, dass nach über fünfzig Jahren endlich alle Menschen aus dieser Widerstandsgruppe bekannt gemacht und gewürdigt werden.
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