Aus dem Amerikanischen von Kirsten Riesselmann und Bettina Münch. Die USA stecken in der Krise: Spätestens seit dem Wahlerfolg Donald Trumps erhalten wir tagtäglich Beispiele dafür, wie gespalten das Land ist und welch tiefe Gräben Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Gentrifizierung, Klassen- und eine verfehlte Umweltpolitik in die Gesellschaft schlagen. Ob die Anfeindungen Hillary Clintons im Wahlkampf, tödliche Polizeieinsätze, unterdrückte Wählerstimmen, das unsolidarische Ideal des Selfmademans oder die Leugnung des Klimawandels - in aller Deutlichkeit benennt Rebecca Solnit himmelschreiende Missstände des heutigen Amerika. Zugleich erteilt sie der Resignation eine klare Absage und ruft zum Glauben an die eigene Macht und zum Handeln auf, denn: "Hoffnung ist der Glaube daran, dass das, was wir tun, möglicherweise von Belang ist. Das Wissen, dass die Zukunft jetzt noch nicht geschrieben ist."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.06.2019
Sylvia Staude hält die klaren Worte in den Essays von Rebecca Solnit für wichtig, auch wenn die Texte über Amerika und seine Probleme bereits älter sind und zum Teil noch die Hoffnung hegen, Trump möge es zum Guten wenden. Solnits Analysen zu Themen wie Rassismus, Sexismus, Klimawandelgegnerschaft und Polizeigewalt oder zur politischen Entwicklung bis hin zu Trump scheinen Staude präzise genug, im Ganzen traurig, aber wahr.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 03.06.2019
Nana Brink empfiehlt zunächst Rebecca Solnits Essayband als das Buch, das man lesen sollte, wenn man glaubt, alles über Donald Trump zu wissen. Aber wenn die Rezensentin dann resümiert, wie die große amerikanische Feministin Trumps Frauenfeindlichkeit, seinen Hass auf den Staat, den Kompromiss und das Miteinander diagnostiziert, muss sie einräumen, dass nicht alles neu ist in diesen Analysen. Auch über den fehlenden roten Faden trösten sie die pointierten Aussagen nicht gänzlich hinweg.
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