Naomi Klein

Gegen Trump

Wie es dazu kam und was wir jetzt tun müssen
Cover: Gegen Trump
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2017
ISBN 9783103973495
Gebunden, 368 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Gabriele Gockel. Wie konnte es dazu kommen, dass Donald Trump Präsident der USA wurde? Der mit "alternativen Fakten" gegen Einwanderer, gegen Frauen, gegen Wissenschaft, gegen Pressefreiheit hetzt und seine populistische Agenda schamlos durchsetzt?  Naomi Klein zeigt, dass Trump weder aus dem Nichts aufgetaucht ist noch ein politischer Unfall ist. Seine Wahl ist die konsequente Fortsetzung einer Entwicklung, die schon vor Jahren begann. Trump ist Agent eines ungezügelten Kapitalismus, zunehmender Ungleichheit, zunehmenden Rassismus und Protektionismus. Um gegen seine perfide Strategie der Schock-Politik anzugehen, braucht es mehr als Wut und Protest. Naomi Klein entwickelt eine ganz konkrete, optimistische Strategie des neuen Widerstands.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 29.07.2017

Rezensent Lalon Sander ist weitgehend enttäuscht von Naomi Kleins Einlassung zum Thema Trump. Der seiner Ansicht nach allzu schnell aus Kleins bisherigem Denken zusammengeflickte Text kann ihn nur im ersten Teil überzeugen, wo die Autorin das Phänomen, die Marke Trump als logische Folge des Kapitalismus erklärt. Der zweite Teil, in dem die Autorin Strategien gegen den Neoliberalismus anbieten möchte, wirkt auf Sander leider wie ein einziger Slogan, vage und allgemein. Auch die von der Autorin gezogenen Vergleiche zu vermeintlich positiven Entwicklungen in anderen Ländern können den Rezensenten nicht überzeugen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.07.2017

Arno Widmann gibt zu: Naomi Kleins Buch ist nicht das beste über Trump. Wie sich Trump als Marke verkauft aber hat er nirgends so einleuchtend erklärt bekommen wie hier. Wie die Autorin Trump in die Geschichte der letzten 35 Jahre einbettet und den Erfolg seiner Realityshow "The Apprentice" untersucht, öffnet Widmann die Augen über das Produkt Trump und auch darüber, wo die Grenzen seines Erfolgs liegen dürften: im Zeigen von Schwäche nämlich.