Philipp Blom

Was auf dem Spiel steht

Cover: Was auf dem Spiel steht
Hanser Berlin, Berlin 2017
ISBN 9783446256644
Gebunden, 224 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit: Die Ideen des modernen Staats entstanden während der Aufklärung. Im 21. Jahrhundert haben wir uns längst daran gewöhnt. Dass Populisten mit dem Versprechen einer autoritären Gesellschaft Mehrheiten organisieren, ist dagegen eine neue Erfahrung. Der Historiker Philipp Blom sieht die westlichen Gesellschaften vor einer prekären Wahl: radikale Marktliberale einerseits, autoritäre Populisten andererseits. Sie gaukeln uns einfache Lösungen für die globalen Herausforderungen vor. Nur mit einem illusionslosen, historisch informierten Blick auf die Gegenwart und mit der Überzeugung, dass allen Menschen ein freies Leben zusteht, können wir unsere humane Gesellschaft retten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.08.2017

Robert Probst spürt die Wucht des Weckrufes des Historikers Philipp Blom. Was der Autor in seinem Lang-Essay an Apokalyptik so vom Stapel lässt, lässt den Rezensenten erzittern. Wortmächtig breitet er seine pessimistische Weltsicht aus, so Probst. Sinn und Zweck des Ganzen? Uns wachzurütteln, die strukturellen Hintergründe von Konsumterror, Klimawandel und Digitalisierung zu erkennen und zu handeln, meint Probst. Vieles hat der Rezensent schon mal gehört, doch nie so bildhaft und überzeugend analysiert wie bei Blom. Wie Liberalismus und Marktwirtschaft einst perfekt zusammengingen, woher der "autoritäre Traum" rührt, was der nahe Umbruch bringen wird und wie das alles mit dem 17. Jahrhundert oder der Weimarer Republik zusammenhängt, erfährt Probst aus diesem schlauen Buch.
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