Paul Feyerabend, Paul Hoyningen-Huene

Aber ein Paul hilft doch dem anderen

Briefwechsel 1983-1994
Cover: Aber ein Paul hilft doch dem anderen
Passagen-Verlag, Wien 2010
ISBN 9783851659207
Gebunden, 320 Seiten, 36,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Christian Augustin. Der Briefwechsel ist ein intellektuelles und bewegendes Dokument einer Freundschaft zweier Gelehrter. Diese entfaltet sich in 115 Briefen in der Zeit von 1983 bis zu Feyerabends Tod 1994. Begleitet werden die Briefe von einem Vorwort, einer Einführung von Hoyningen-Huene und biografischen Anmerkungen des Herausgebers. Die Korrespondierenden sind beide davon überzeugt, dass die Wissenschaft etwas über die Welt herausfindet - über Kriterien und Methodik disputieren die beiden Gelehrten humorvoll, tiefsinnig und zeitweilen sarkastisch-nachdenklich. Der Briefwechsel zeugt von einer tiefen lebendigen Freundschaft und ist mehr als ein Emblem der Wissenschaftstheorie gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts. Bislang unveröffentlichtes Quellenmaterial dient dem Herausgeber als Grundlage für seine biografischen Kommentare.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.07.2010

Mit spürbarem Vergnügen hat der Philosoph und Publizist Willy Hochkeppel den Briefwechsel zwischen Paul Feyerabend und Paul Hoyningen-Huene gelesen, und er schätzt ihn ebenso sehr für seine philosophischen und wissenschaftstheoretischen Auseinandersetzungen wie für seinen Unterhaltungswert. Die Korrespondenz zwischen dem arrivierten und dem zunächst noch im akademischen Aufstieg begriffenen Philosophen währte von 1983 bis zu Feyerabends Tod 1994, teilt der Rezensent mit. Man kann in den Briefen Feyerabend als "rührend bemühten Mentor" des 22 Jahre jüngeren Freundes entdecken, und auch von einer sanfteren Seite, beispielsweise in seinen Urteilen gegenüber Karl Popper, als man sonst von ihm gewöhnt ist, so Hochkeppel. Hoyningen-Huene klettert, wenn es um wissenschaftstheoretische Diskussionen geht, mit der Zeit durchaus auf die Höhe seines Briefpartners, stellt der Rezensent dabei anerkennend fest. An den "lebendig-witzigen" Stil von Feyerabends Briefe allerdings komme der Jüngere nicht heran, so der Rezensent.
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