Martin Heidegger (1889-1976), der aus dem Kleinen eines provinziellen Lebens kam, inszenierte sein Leben und Denken als schicksalhafte Suche eines Metaphysikers nach dem "Geheimnis des Großen". In dramatischen Rückfällen und stets neuen Anläufen erschien es dem einflussreichen Denker als Gott, Dasein, Nationalsozialismus, schließlich als Sein und Dichtung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.11.2005
Dieses Buch über Martin Heidegger, das in der Reihe "Rowohlts Monografien" erscheint, findet nicht zuletzt deshalb Jürgen Busches Zustimmung, weil es sich nicht in das "Schlachtgetümmel" der Gegner oder Befürworter des Philosophen wirft. Die Monografie legt das Gewicht auf die Biografie Heideggers, weshalb sie auch Walter Biemels Band in derselben Reihe nicht ersetzt, sondern ergänzt, stellt der Rezensent klar. Die Schwierigkeiten des Biografen verortet Busche in der Quellenlage, von der er meint, dass sie zum Teil noch nicht aufgearbeitet, zum Teil die Quellen auch schlicht noch nicht entdeckt worden seien. Deswegen findet er es auch verständlich, dass sich der Autor hier vor allem auf die frühen Jahre Heideggers konzentriert, doch auch die Behandlung des "fatalen Rektorats" des Philosophen unter den Nazis lobt der Rezensent als "kompetent geschrieben". Dass Geier dagegen die Werkgeschichte nicht durch Biografisches erhellt, will er nicht kritisieren, weil es ihm "angesichts der Forschungslage" ganz "klug" erscheint. Nur dass die "Auseinandersetzung mit Ernst Jünger" gar nicht erwähnt wird, ist dem Rezensenten unverständlich, denn hier berührten sich doch "Werk und Biografie auf das Engste und keineswegs unproblematisch", wie er findet. Alles in allem aber lobt er dieses Buch und er befindet knapp, dass die Monografie "zum Erfreulichen gehört".
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