Drei Bände. Die Edition dokumentiert den gesamten überlieferten Briefwechsel der Redaktion der "Hallischen Jahrbücher für deutsche Kunst und Wissenschaft", der "Deutschen Jahrbücher für Wissenschaft und Kunst" und der "Deutsch-Französischen Jahrbücher" - vorwiegend Briefe von und an Arnold Ruge. Sie enthält in kritischer, kommentierter Edition 1.222 Briefe, die chronologisch von der ersten Erwähnung der "Hallischen Jahrbücher" im August 1837 bis zum endgültigen Ende der "Deutsch-Französischen Jahrbücher" im März 1844 reichen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.07.2010
Endlich, freut sich Rezensent Jens Grandt, liegt der komplette Redaktionsbriefwechsel der Hallischen Tagebücher in einer Gesamtausgabe vor: 1222 Schreiben, von dem Historiker Martin Hundt "neu entziffert" und kommentiert in "zwei fulminanten Bänden". Immerhin waren die Junghegelianer ein wichtiges Element der deutschen Demokratiebewegung. Grandt erzählt die lebhafte Geschichte der Jahrbücher, die - erst von der Metternich'schen Polizei überwacht, dann in Preußen verboten und aus Sachsen vertrieben - 1843 zum letzen Mal in Paris erscheinen konnten. Anders als der Name sagt, erschienen sie nicht jährlich, sondern täglich, mit Artikeln und Schriften von Philosophen wie Ludwig Feuerbach aber auch Dichtern wie Bettina von Arnim und Hoffmann von Fallersleben. Die beiden Bände sollten wissenschaftlichen Arbeiten über den Junghegelianismus neuen Stoff geben, denn sie enthalten auch Briefe, so der Rezensent, die Martin Hundt "erstmals der Forschung und einer breiteren Leserschaft" zugänglich macht.
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