2 Bände. Herausgegeben und kommentiert von Ursula Püschel. Mit Faksimiles. Eine Seltenheit: Ein Staatsoberhaupt und eine Schriftstellerin korrespondieren miteinander. 62 Briefe ? 21 von dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV, 41 von Bettina von Arnim, von ihr dazu viele Beilagen, die dem König Kenntnisse verschaffen sollen, die auf andere Weise die Barrieren seiner Räte nicht hätten passieren können. Die verfälschende Überlieferung der Arnim als unpolitischen Schwärmerin wird durch die bisher größtenteils unveröffentlichten Dokumente nachhaltig korrigiert. Diese Publikation wendet sich nicht allein an ein Fachpublikum, sondern ist darauf angelegt, durch ausführliche Kommentare zu Zeitereignissen und Personen auch anderen Interessenten verständlich zu sein.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.02.2002
Das sind große Worte! Einen Meilenstein "jeder künftigen lebens-, werk- und zeitgeschichtlichen Forschung" nennt Rezensent Bernhard Gajek den von Ursula Püschel herausgegebenen und kommentierten Briefwechsel Bettine von Arnims und dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV.. Dass die Verfasserin der Briefe quasi "mit der Feder in der Hand" groß wurde, ist hinreichend bekannt und verschiedene ihrer Korrespondenzen sind in den vergangenen Jahren veröffentlicht worden, so Gajek. Der Briefwechsel mit dem preußischen König ist etwas anderer Natur, erläutert er. Es waren sozusagen Bittschreiben, in höfisch-korrektem Stil abgefasst, vom Drang der Absenderin beseelt, die Kluft zwischen König und Volk zu schließen. Einer ihrer größten Erfolge war die Berufung der Brüder Grimm nach Berlin, berichtet Gajek. Seiner Meinung nach war Friedrich Wilhelm IV irgendwann politisch wie psychologisch überfordert und brach den Kontakt ab. 41 ihrer Schreiben und 21 seiner Antworten sind erhalten geblieben und im ersten Band enthalten. Der zweite umfangreichere Band enthält durchweg ungedruckte Quellen, die Personen und Zusammenhänge für Gajek beispielhaft erschließen.
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