Ausgehend von der Wiederlektüre von Sartres Essay "Was ist Literatur" fragt Lothar Baier sowohl nach der Zukunft der Literatur als auch nach der Beschaffenheit des Stoffs, der literarisch aufgegriffen wird, und nach der Bedeutung der Sprache.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.03.2002
Acht Jahre Literaturgeschichte, das ist inzwischen eine ganze Menge, wie Bruno Preisendörfer bemerkt. Kann man also ein Buch, das sich der Frage "Was wird Literatur?" widmet, nach so langer Zeit (der Band erschien zuerst 1993 in der Edition Wespennest) neu auflegen? "Kann man nicht", meint Preisendörfer und verweist darauf, dass die intellektuellen Bezugspunkte des Autors (Sartre und Barthes) schließlich nicht aktueller geworden seien und der Band überhaupt nur da zeitgemäß sei, wo Baier allgemeingültig genug bleibe. Was indes die vorgetragene Kritik an "einem bestimmten Typus der Jungschriftstellerei" betrifft, so hält der Rezensent den Autor schlicht für überfordert: Mit der von Baier angewandten alten Unterscheidung zwischen "Schreiben" und "Literatur" ließe sich dieser Typus gar nicht fassen, erklärt er. Da müsste man schon weiter vordringen - oder eben den Staffelstab abgeben.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…