Bruno Preisendörfer

Die letzte Zigarette

Ein Lieberoman
Cover: Die letzte Zigarette
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN 9783821807768
Gebunden, 200 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

"Vielen Dank, dass Sie sich für dieses Produkt entschieden haben. Die letzte Zigarette wurde mit großer Sorgfalt hergestellt und hat mehrere Qualitätskontrollen durchlaufen. Damit ein ungetrübter Genuss gewährleistet bleibt, beachten Sie bitte, dass es sich um einen Roman handelt." So beginnt einer der schönsten, originellsten und komischsten Liebesromane, die seit langem erschienen sind, und in dem es um drei Formen der Liebe geht: um die Liebe zu einer Frau, die Liebe zur Literatur und die Liebe zum blauen Dunst, die natürlich eine Obsession ist und eine Hassliebe (fast) von Anfang an.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.09.2006

Ein bisschen nervös wird Michael Althen schon bei dieser Lektüre. Ist auch er dabei, sich das Rauchen abzugewöhnen? Oder ist es der etwas seltsame Versuch des Autors Bruno Preisendörfer, ein Sachbuch über Nikotin-Entwöhnung als Roman zu verkaufen? Wie auch immer, richtig glücklich wirkt Althen nicht. Da helfen auch die im Text ausgewiesenen Rauchpausen nichts. Gut, Althen erfährt hier so ziemlich alles, was sich über das Kulturgut 'Fluppe' erfahren lässt. Der "flapsige Stil", die schiere Menge der beschriebenen Aufhörrituale und das von ihm dankbar registrierte Ausbleiben jeglicher Besserwisserei lässt ihm das Buch als eine "fröhliche Wissenschaft" erscheinen. Unter einem Liebesroman stellt sich Althen aber doch etwas anderes vor.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 16.09.2006

Rezensent Maik Söhler mochte dieses Buch, obwohl er einräumt, dass es ihn gelegentlich jenseits seiner literarischen Qualitätsansprüche amüsierte. Es handelt sich Söhlers Zuschreibung zufolge um "Prosa light". Aber weil Autor Bruno Preisendörfer seine Geschichte so nonchalant und unprätentiös präsentiere, kann er sie als "angenehm kratzige Story ohne Filter" ausgesprochen genießen. Routiniert sieht Söhler einen namenlosen Erzähler darin sein Leben, seinen Alltag "abspulen", in denen Zigaretten und Frauen die Hauptrolle spielen. Manchmal wirke der Roman arg episodisch und wie "Zettelkastenliteratur". Insgesamt bleibt er Buch und Autor trotzdem gewogen.
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