Herausgegeben von Gisela Enzmann-Kraiker und Christa Wetzel. In seinem dritten Jahr in Paris setzt sich Kurt Tucholsky weiter nachdrücklich für die deutsch-französische Verständigung ein und schreibt in der "Weltbühne" und der "Vossischen Zeitung" gegen das nationalistisch verzerrte Frankreichbild der Deutschen. Stärker als die französische beschäftigt ihn jedoch die deutsche Innenpolitik; er beteiligt sich intensiv an den Diskussionen über ein neues linkes Bündnis, die "Schwarze Reichswehr", Justizwillkür und die Fememordprozesse. Scharf äußert sich Tucholsky zu Abrüstung, Wehrpflicht und Militarismus und formuliert seine Position eines "militanten Pazifismus".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.04.2004
Eine schier unglaubliche Fülle von Texten sei in diesem Band archiviert worden, so der "rh" zeichnende Rezensent - 218 Texte allein aus dem Jahr 1926. Da Tucholsky zu dieser Zeit Frankreich-Korrespondent war, fänden sich entsprechend viele Texte, die auch Frankreich zum Thema haben, allerdings ohne dass Tucholsky je Deutschland aus den Augen verloren hätte, auf das er aus der Distanz einen ganz neuen Blickwinkel entwickelt habe. Auch vom Genre her habe Tucholsky Vielfalt walten lassen - der Autor habe seine Themen journalistisch, poetisch und literarisch verarbeitet. Zudem ist der Rezensent voll des Lobes für die Herausgeberinnen, die "eine immense Arbeit" geleistet hätten, um diesen Band in seiner ganzen Fülle hervorbringen zu können.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Maxim Biller: Schwarze Samstage Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester…