Aus dem Englischen von Susanne Hornfeck. Er war einer der mächtigsten Herrscher der Welt, einer der härtesten und eigenwilligsten in einer langen Reihe chinesischer Machthabe. Seine Rhetorik, sein unbeugsamer Wille mobilisierten Millionen. Dem Sinologen Jonathan Spence gelingt es in einem kritischen Rückblick auf Mao Zedongs Leben, dessen teils exzentrische Ideen für jeden verständlich zu machen und die Frage zu beantworten, warum Mao sich so lange an der Macht halten konnte.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Jonathan Spence, der Autor so großartiger Bücher zur chinesischen Geschichte wie "Chinas Weg in die Moderne", "Das Tor des Himmlischen Friedens" und "God's Chinese Son" hat eine Mao-Biografie vorgelegt. Vor ihr sei gewarnt. Eine spätere Spence-Philologie wird dieses Buch als eine Fälschung entlarven... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.08.2003
Der mit "uha" zeichnende Rezensent stellt eine Mao-Biografie der etwas anderen Art vor. Gewöhnlich sei es nur schwer, ein realistisches Bild von Mao zu bekommen, da er der Personenkult, der durch Mao selbst, aber auch durch Außenstehende glorifizierend betrieben wurde, stets nur ein Zerrbild dieses Mannes liefere. Jonathan Spencer, Sinologe aus Yale, stelle sich nun strikt gegen derartige Tendenzen. Er schreibe, so der Rezensent "flüssig, knapp, sachlich und streng chronologisch." Da der Autor diesen Prämissen treu bleibe, falle es auch nicht negativ ins Gewicht, dass dem Autor durchaus seine Faszination gegenüber seinem Gegenstand anzumerken sei.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 20.03.2003
"Zähneknirschend" empfiehlt Christian Semler die neue Mao-Biografie von Jonathan D. Spence. Der Autor zeichne zwar ein voreingenommenes Bild des Großen Vorsitzenden, tue dies aber in so kompakter und strukturierter Weise, dass es sogar den "exmaoistischen" Rezensenten überzeugt. Semler lobt außerdem Spences' Einbeziehung früherer Arbeiten über Mao und die überzeugende Darstellung von Maos geistigen Grundlagen und seinem politischen Werdegang. Lediglich sowjetisch-chinesische Vergleichspunkte und eine präzise Bestimmung der ideologischen Hintergründe der Kulturrevolution fehlen dem Rezensenten in der Analyse. Trotzdem sei das Buch sowohl für Laien als auch für Spezialisten eine "exzellente Einführung".
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