Aus dem Französischen von Hanna van Laak. Russland und China, zwei von mörderischen Regierungen beherrschte Weltmächte. Die beiden Staaten verband über das Jahrhundert eine Art Brüderlichkeit, in der sich Zuneigung und Hass vermischten. Der kritisch bilanzierende Rückblick auf die Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts ist für Russland wie für China längst geschrieben. Was bislang fehlte, war die Verknüpfung dieser beiden epochalen Dramen. In Lescots mitreißender Darstellung, die ohne Partei zu ergreifen wie eine Kamera durch das Geschehen führt, ist Li Lisan Schlüsselfigur und zentraler Verbindungsmann. Er gehörte zu den prominentesten Führern des roten China...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.12.2001
Manfred Pabst ist sehr beeindruckt von dieser russisch-chinesischen Familiensaga, und dass, obwohl der Autor mit den "Stilmitteln der Trivialliteratur" arbeitet, und das Buch voll ist mit "pseudobiografischem Füllmaterial". Von diesen stilistischen Mängeln sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, beschwört der Rezensent, weil der spannende Inhalt der Geschichte, die der Autor, jahrelang Pekingkorrespondent der Nachrichtenagentur AFP, "mit erheblichen Aufwand und journalistischem Spürsinn" recherchiert habe, die Lektüre allemal wert sei. Es geht um die wahre Geschichte zweier russisch-chinesischer Familien, die grausam von Stalinismus und Maoismus gebeutelt wurden. Am Ende jedoch steht eine Hochzeit.
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