Mit Anmerkungen von Jörg-M. Rudolph und einem Vorwort von Walter Scheel. Wang Shu war der erste Botschafter, der China in der Bundesrepublik Deutschland vertrat. Sein Bericht über die schwierigen Anfänge der deutsch-chinesischen Beziehungen ist ein Stück Zeitgeschichte und erlaubt zugleich einen authentischen Blick in das Denken chinesischer Außenpolitiker.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.03.2003
Erwin Wickert äußert sich wohlwollend über das Buch von Wang Shu. Der chinesische Diplomat, der von 1969 bis 1977 in Deutschland lebte, beschreibe gut lesbar die "deutsch-chinesischen Verhältnisse im Wesentlichen" so, wie sie auch von deutscher Seite eingeschätzt würden. Für Wickert bietet das Buch daher nichts Überraschendes, doch findet er es allemal "lesenwert". Wang Shu habe beschrieben, was seinen "chinesischen Augen" an deutschen Besonderheiten auffiel: Oktoberfest in München, eine Bootsfahrt auf dem Rhein, ein Besuch im Privathaus Franz Josef Strauß'. Bei der Bewertung deutscher Politiker sei Wang shu allerdings "zurückhaltend und diskret". Vor allem in seiner Beschreibung der "Arbeitsbedingungen" der "chinesischen Diplomaten" lobt Wickert, bietet das Buch neue Einblicke. Waren sie doch auch im Ausland nicht sicher vor "Denunziationen" und ständig besorgt "politisch" nicht "anzuecken". So kostete eine kühle Bemerkung, die Helmut Schmid gegenüber Mao äußerte, ihn fast den Kopf.
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