Die Reihe "Geschichte ist immer Gegenwart" zieht vornehmlich aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts Entwicklungslinien in die Gegenwart. Besonderes Augenmerk liegt auf der lesefreundlichen Mischung von narrativer Struktur und analytischem Scharfblick. Der Begleitband bietet vier Beiträge zur Zeitgeschichtsschreibung, die den Grundsätzen und dem Motto der Edition gerecht werden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.10.2001
Urs Bitterli bespricht in seiner Rezension ein Buch, das vier Essays enthält, in denen neue Wege in der Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Geschichte thematisiert werden. Es geht dabei unter anderem darum, die Öffnung der sowjetischen Archive zu nutzen, um "von Klischees und Feindbildern des Kalten Krieges loszukommen" und um eine kritische Interpretation des Begriffs der 'Verwestlichung', der nach Meinung des Autors nicht einfach unkritisch mit dem der Demokratisierung gleichgesetzt werden darf. Das Bemühen der Autoren um eine 'leserfreundliche Mischung von narrativer Struktur und analytischen Einblick' (Klappentext) sieht der Rezensent etwas kritisch, insofern sich die Historiker dieses Bandes doch manchmal noch zu sehr einer Gelehrtensprache bedienen würden, die für den "Eingeweihten" aber durchaus interessante Einsichten und anregende Gedanken bieten würden.
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