Mit 2 x 16 Seiten Bildteil. "Die größte Freiheit ist, man selbst zu sein." Jeanne Moreau prägte die Leinwand und das internationale Kino des 20. Jahrhunderts wie kaum eine andere Schauspielerin ihrer Ära. Sie wird in einem Atemzug mit Romy Schneider, Catherine Deneuve oder Brigitte Bardot genannt und wurde von Orson Welles als Ausnahme-Mimin verehrt. Jeanne Moreau drehte mit den großen Regisseuren der Nouvelle Vague und des Autorenkinos wie Louis Malle, François Truffaut, Luis Buñuel, Michelangelo Antonioni, Rainer Werner Fassbinder und Wim Wenders. Sie war eng befreundet mit Marguerite Duras und die Geliebte von Peter Handke. Jens Rosteck zeichnet das faszinierende Porträt dieser verwegenen Künstlerin, die vielen Frauen mit ihrer Unabhängigkeit als Vorbild diente: emanzipiert, weise, abgründig, aufmüpfig, majestätisch und in höchstem Maße erotisch. Eine Legende des europäischen Films.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 21.11.2019
"Die Verwegene" ist die erste umfassende und gut recherchierte Biografie von Jeanne Moreau nach deren Tod 2017, erklärt Rezensentin Louisa Reisinger. Autor Jens Rosteck offenbart sich ihr dabei als leidenschaftlicher Film-Liebhaber. Geschickt verknüpft er Informationen aus verschiedensten Quellen mit feinsinnigen Filmanalysen und vernachlässigt dabei nie die Bedeutung bestimmter politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen wie 68-Revolution oder die Frauenbewegung, lobt sie. Rosteck porträtiere Jeanne Moreau als eine freiheitliebende, emanzipierte, selbstbewusste Frau und Schauspielerin von Weltklasse. Auch wenn es ihm anfangs schwer fällt, sich seiner stets so kühlen und distanzierten Heldin zu nähern, erkennt die Rezensentin, die das Ergebnis dennoch sehr lesenswert fand.
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