Jens Kastner

Die Linke und die Kunst

Ein Überblick
Cover: Die Linke und die Kunst
Unrast Verlag, Münster 2019
ISBN 9783897712713
Kartoniert, 300 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Die Frage, welche Rolle die Kunst in gesellschaftlichen Prozessen spielt, zieht sich durch eine Vielzahl von Texten linker Theoretiker*innen. Welcher Stellenwert wird der Kunst in der Gesamtheit gesellschaftlicher Verhältnisse darin jeweils eingeräumt? Und: Was wird jeweils von der Kunst erwartet? Ist sie Teil emanzipatorischer Veränderungen oder steht sie ihnen im Wege? Jens Kastner präsentiert die unterschiedlichen Positionen zur Kunst in den wichtigsten Strömungen linker Theorie. Diese Zusammenschau dient nicht nur als lebendig geschriebene Einführung in das Thema 'die Linke und die Kunst'. Sie macht auch deutlich, dass innerhalb linker Theorie der Stellenwert der Kunst für die gesellschaftliche Transformation und Reproduktion gemeinhin sehr hoch angesetzt wird und die Hoffnungen auf emanzipatorische Effekte durch und mit Kunst erstaunlich groß sind.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 22.01.2020

Rezensent Ingo Arend empfiehlt das Buch des Soziologen Jens Kastner weniger als Streitschrift über das Verhältnis von Kunst und Politik, denn als Nachweis der Bedeutung von Kunst in den Arbeiten von Marx, Negri oder Rebentisch. Wie der Autor die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Kunst bei Lukács, Adorno und Benjamin herausarbeitet, hält Arend für souverän. Das Nachdenken der Linken über Kunst erschließt ihm das Buch umfassend und gut verständlich. Nebenbei räumt Kastner laut Arend auf mit manchem Vorurteil, etwa dem, die Linke respektiere die Eigenständigkeit der Kunst nicht.