Dieser Band enthält eine Gesamtdarstellung des spannungsreichen Verhältnisses von Philosophie und Theologie in der abendländischen Geschichte. Ausgehend von der Entwicklung der griechischen Philosophie und der Ausbildung einer philosophischen Theologie fragt Jan Rohls zunächst nach der Reaktion des Judentums und des frühen Christentums auf die antike Philosophie. Er zeichnet die Rezeption des arabisch-jüdischen Aristotelismus durch die mittelalterliche Theologie ebenso nach wie die Auflösung der scholastischen Synthese von Theologie und aristotelischer Philosophie im Nominalismus. Besonderes Gewicht erhält die Epoche zwischen Renaissance und Aufklärung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.10.2002
Das Verhältnis von Philosophie und Theologie gehört für Rezensent Friedemann Voigt zu den spannendsten Kapiteln der Geistesgeschichte. Mit Jan Rohls' "Philosophie und Theologie in Geschichte und Gegenwart" liegt nun eine "glänzende Verhandlung" dieser Thematik vor, freut sich Voigt. Dem Professor für Systematische Theologie ist seines Erachtens eine "höchst informative Darstellung" gelungen, die von der Antike bis in die Gegenwart "lückenlos" über das nicht immer unproblematische Verhältnis von Theologie und Philosophie unterrichtet. Voigt hebt hervor, dass Rohls mit der Tradition der seit Platon und Aristoteles auf die Erkenntnis des Einen und Guten gerichteten, in Hegels Theorie des Absoluten erneuerten Metaphysik sympathisiert. Doch auch die "weniger metaphysisch Gestimmten" könnten aus den "vielfältigen Einblicken", die Rohls gewährt, "größten Nutzen" ziehen, versichert der zufriedene und überzeugte Rezensent.
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