Jan Foitzik

Sowjetische Interessenpolitik in Deutschland 1944-1954

Cover: Sowjetische Interessenpolitik in Deutschland 1944-1954
Oldenbourg Verlag, München 2013
ISBN 9783486714524
Gebunden, 629 Seiten, 74,80 EUR

Klappentext

Stalins Deutschlandpolitik ist noch immer umstritten. Jan Foitzik hat in russischen Archiven zahlreiche neue Quellen zusammengetragen, die über das ganze Panorama konkurrierender wirtschaftlicher, technologischer und militärischer Interessen in der sowjetischen Politik informieren. In seiner Edition spiegeln sich so nicht nur die Reparationsfrage und das verwickelte Problem der Entnazifizierung. Sie lässt auch die Stalin-Note von 1952 und insgesamt den Stellenwert der "deutschen Frage" in der Hegemonialpolitik Moskaus in einem neuen Licht erscheinen. Besonderen Reiz gewinnt das Quellenwerk durch interne Dokumente der SED-Führung, die in den DDR-Archiven nicht überliefert sind.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.2013

Angesichts der chaotischen Archivlage in der ehemaligen Sowjetunion freut sich Rolf Steininger über jede kleine Lichtung. Jan Foitziks zweiteilige Arbeit (Einleitung und Dokumente) zur sowjetischen Besatzungspolitik in der SBZ/DDR bis 1953, in der der Autor den Weg von der Besatzungs- zur Parteidiktatur darstellt, aber auch die Geschichte des Uranabbaus in der Wismut erzählt und dokumentiert, hat laut Rezensent allerdings Lücken. So erfährt Steininger nichts über die Zwangsfusion von KPD und SPD, über Marshallplan und Berlin-Blockade. Zur Stalin-Note von '52 kann der Autor laut Steininger auch nichts Neues beitragen. Begrüßenswert findet er den Band aus den eingangs genannten Gründen dennoch.

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