Horst Dreier, Walter Pauly (Hg.)

Die deutsche Staatsrechtslehre in der Zeit des Nationalsozialismus

Europäisches und nationales Verfassungsrecht - Der Staat als Wirtschaftssubjekt und Auftraggeber. Berichte und Diskussionen auf der Tagung der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer in Leipzig vom 4. bis 6. Oktober 2000
Cover: Die deutsche Staatsrechtslehre in der Zeit des Nationalsozialismus
Walter de Gruyter Verlag, Berlin/New York 2001
ISBN 9783110171921
Gebunden, 733 Seiten, 171,79 EUR

Klappentext

Mit Beiträgen von Horst Dreier, Walter Pauly, Ingolf Pernice, Peter M. Huber, Gertrude Lübbe-Wolff, Christoph Grabenwarter, Wolfgang Löwer, Thomas Puhl, Michael Holoubek.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.2001

Zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer stand im Oktober 2000 auf einer Tagung das Thema Nationalsozialismus auf dem Plan, berichtet Milos Vec. Das wurde auch höchste Zeit, denkt der Rezensent, obwohl trotz jahrzehntelanger Tabuisierung und nun erstmaliger Aufarbeitung der Rolle der Staatsrechtler im NS-Staat ihre Verantwortung und Mitschuld umstritten bleibt. "Teils solide, teils glänzende", in jedem Fall aber quellengesättigte Analysen hat der Rezensent in den Beiträgen des Würzburger Rechtsphilosophen Horst Dreier und des Jenaer Ordinarius für Öffentliches Recht, Walter Pauly, gefunden. Noch spannender allerdings findet Vec, dass der vorliegende Tagungsband auch die Diskussionen nach den Vorträgen enthält, die dem Leser verdeutlichen, wie vielfältig, aber auch widersprüchlich die Positionen der Staatsrechtler sind. Die Diskussion ist neu, wenn gleich überfällig, und so hat es den Rezensenten denn auch nicht erstaunt, dass sie eine irritierende Emotionalität zeigt. Aber immerhin, so Vec erleichtert, sie wird nun endlich geführt.
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